Bei medikamentösen Behandlungen ist wichtig, dass die einzelnen Medikamente aufeinander abgestimmt sind. Der elektronische Medikationsplan informiert schnell und umfassend über die aktuelle Medikation und die Medikationshistorie. Auch mögliche Allergien und Unverträglichkeiten sind jederzeit im Blick.

Welche Vorteile bietet der elektronische Medikationsplan?

Wechselwirkungen können besser vermieden werden

Nicht alle Medikamente sind gut miteinander verträglich. Der E-Medikationsplan sichert medikationsrelevante Informationen zentral auf der elektronischen Gesundheitskarte. So haben vor allem bei integrierten Behandlungen alle behandelnden Ärztinnen und Ärzte die Gesamtmedikation im Blick.

Mögliche Allergien sind jederzeit bekannt

Hat die Patientin oder der Patient Allergien? Wurden Unverträglichkeiten festgestellt oder gab es unerwünschte Nebenwirkungen? Der elektronische Medikationsplan verschafft einen schnellen Überblick, was bei einer Medikation noch zu beachten ist.

Mehr Sicherheit bei Arzneimitteltherapien

Welche Medikamente wurden abgesetzt, in welcher Dosierung wurden sie eingenommen?Die schnelle Übersicht auch über die Medikationshistorie minimiert mögliche Risiken zum Beispiel bei immunsupprimierten Personen und verschafft so zusätzliche Sicherheit bei allen Arzneimitteltherapien.

Bessere Beratung in Apotheken

Dank des E-Medikationsplans können auch Apothekerinnen und Apotheker Einsicht in die Medikationspläne eines Patienten oder einer Patientin erhalten. Dadurch können sie noch zielgenauer und besser beraten, wenn zum Beispiel rezeptfreie Medikamente nachgefragt werden.

Welche Information beinhaltet der E-Medikationsplan?

Mit Einwilligung der Patientinnen und Patienten können Ärztinnen und Ärzte sowie Apothekerinnen und Apotheker den E-Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte speichern. Zu den Daten des E-Medikationsplans gehören:

  • Patientenstammdaten

    Zu den Patientenstammdaten gehören Name, Anschrift und Geburtsdatum.

  • Medikationsrelevante Daten

    Medikationsrelevante Informationen können Allergien und Unverträglichkeiten sein.

  • Angaben zur Medikation

    Alle Arzneimittel, die eine Patientin oder ein Patient einnimmt sowie Informationen zur Anwendung (Dosis, Zeitpunkt, Häufigkeit etc.) werden im E-Medikationsplan gespeichert. Sowohl ärztlich verordnete Medikamente als auch Arzneimittel, die rezeptfrei in der Apotheke erworben wurden, können hinterlegt werden. Zusätzlich sind Arzneimittel aufgeführt, die zwar abgesetzt wurden, aber wichtig sind, um die Sicherheit einer Arzneimitteltherapie laufend überprüfen zu können.

Stimmen aus der Praxis

Priv.-Doz. Dr. med. Christian Juhra

Stabsstelle Telemedizin, Universitätsklinikum Münster

Andreas C. große Bockhorn

Facharzt für Allgemeinmedizin, Chirotherapie, Palliativmedizin

Prof. Dr. med. Michael J. Raschke

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, Direktor der Klinik Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Münster

Zusätzliche Informationen

Leitfaden für die ambulante Versorgung
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Leitfaden für Apotheker und pharmazeutisches Personal
PDF | 3 MB | 07.12.2021
Leitfaden für die Versorgung im Krankenhaus
PDF | 3 MB | 07.12.2021
Leitfaden für Psychotherapeuten
PDF | 3 MB | 07.12.2021
Checkliste: eMP anlegen
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Checkliste: eMP auslesen
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