Für die fürsorgliche und umfassende Beratung und Betreuung von Schwangeren und frischgebackenen Müttern sind Sie als Hebamme oft die wichtigste Ansprechpartnerin. Gleichzeitig ist Ihre Zusammenarbeit mit Frauenarztpraxen, Geburtshäusern, anderen Hebammen und Krankenhäusern enorm wichtig.

Die Telematikinfrastruktur (TI) – die digitale Infrastruktur des deutschen Gesundheitssystems – vereinfacht diesen Austausch: Sie verbindet auf einer sicheren Plattform alle, die sich um das Wohl von Müttern und ihren Säuglingen kümmern. Sie können wichtige medizinische Informationen sicher und unkompliziert austauschen und die gemeinsame Betreuung optimal abstimmen.

Sie haben alle Gesundheitsdaten im Blick

Die Telematikinfrastruktur optimiert Arbeits- und Organisationprozesse in der ambulanten und stationären Pflege. Die sektorenübergreifende Kommunikation – etwa mit einer Arztpraxis oder der Kranken- oder Pflegekasse – wird einfacher. Es entfallen zeitintensive und fehleranfällige Abstimmungen rund um Verordnungen und Rezepte, die in Papierform zu Ihnen gelangen. Das spart  Zeit, Papier und Aufwand.

Weitere Informationen:

E-Patientenakte

E-Medikationsplan

Notfalldaten

Sie können sich schnell und unkompliziert austauschen

Langwierige, komplizierte Abstimmungswege und Nachfragen gehören der Vergangenheit an. Mit dem Kommunikationsdienst KIM können Sie Dokumente schnell und einfach austauschen und Rückfragen mit Leistungserbringern wie Arztpraxen oder Krankenhäusern schnell klären.

Weitere Informationen:

KIM

Der Mutterpass ist auch elektronisch verfügbar

Auf Wunsch der Versicherten kann der Mutterpass digital in der elektronischen Patientenakte geführt werden. Damit wird die Dokumentation aller wichtigen Informationen rund um die Schwangerschaft zentral gebündelt. Sämtliche Untersuchungsergebnisse werden im E-Mutterpass gespeichert. Mit der elektronischen Alternative des Mutterpasses gehen keine Daten verloren, sie können sofort und überall aufgerufen und gelesen werden.

Weitere Informationen:

E-Patientenakte

 

Sie kommunizieren sicher

Die Telematikinfrastruktur setzt auf starken Schutz der Informationssicherheit, damit Sie medizinische Dokumente fälschungs- und rechtssicher austauschen können. Sie erfüllt alle Datenschutzanforderungen, sorgt für eine sichere, verschlüsselte Kommunikation und verhindert, dass Dritte auf sensible Informationen zugreifen können.

Weitere Informationen:

Datensicherheit in der TI

Vorteile der elektronischen Patientenakte

Wichtige Gesundheitspässe immer dabei: Fiktives Beispiel

Ob Mutterpass, Impfpass oder Zahn-Bonusheft – ab 2022 können Patientinnen und Patienten diese Unterlagen digital in ihre elektronische Patientenakte aufnehmen. Welche Vorteile das für Schwangere bringt, zeigt das Beispiel von Anna Rudolf.

  • Anna Rudolf erwartet ihr erstes Kind

    Anna Rudolf ist schwanger. Es ist ihre erste Schwangerschaft und sie hat sich freiwillig für den E-Mutterpass in ihrer elektronischen Patientenakte entschieden. So kann sie den Mutterpass nicht mehr vergessen oder verlieren. Alle Daten rund um ihre Schwangerschaft sind in der ePA-App sicher gespeichert.

  • Ein Schwangerschaftsdiabetes wird diagnostiziert

    In der 26. Schwangerschaftswoche stellt ihre Gynäkologin Dr. Schmidt bei Anna Rudolf einen leichten Schwangerschaftsdiabetes fest und überweist sie zum Diabetologen. Anna Rudolf schaltet in der ePA den E-Mutterpass für den Diabetologen Dr. Müller frei. So kann dieser alle wichtigen Informationen einsehen und die Schwangere zielgerichtet und individuell behandeln.

  • Die werdende Mutter muss ihre Ernährung umstellen

    Anna Rudolf erhält von Dr. Müller einen Behandlungs- und Ernährungsplan, den er in die ePA einstellt. So weiß auch Dr. Schmidt genau Bescheid. Diese Informationen sind auch für ihre betreuende Hebamme Luise Grams wichtig. Da sie noch nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen ist, lädt Anna Rudolf ihr die Daten aus dem Mutterpass herunter und zeigt sie ihr.

  • Gut vorbereitet für die Geburt

    Anna Rudolf ist jetzt in der 40. Schwangerschaftswoche. Ihr Schwangerschaftsdiabetes ist gut behandelt worden. Anna Rudolf weiß auch, dass ihr Kind aufgrund ihres Schwangerschaftsdiabetes etwas schwerer sein kann als andere Babys und dass seltene Komplikationen bei der Geburt auftreten können. Die Geburtsklinik ist dank der lückenlosen Dokumentation des Schwangerschaftsverlaufes darauf eingestellt.

  • Glückliche Mutter

    Anna Rudolfs Kind ist gesund zur Welt gekommen. Anna Rudolf ist glücklich und beruhigt, denn sie wünscht sich mehrere Kinder. Sie weiß um das erhöhte Risiko, erneut einen Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln. Mit dem elektronischen Mutterpass in der ePA sind die Daten langfristig und sicher gespeichert und ihre Gynäkologin Dr. Schmidt kann bei einer erneuten Schwangerschaft frühzeitig reagieren

Downloads: Zusätzliche Informationen

Praxisbeispiel: elektronische Patientenakte und Mutterpass
PDF | 639 KB | 08.12.2021
Checkliste Hebammen zum Anschluss an die TI
PDF | 53 KB | 16.08.2022