Digitale Gesundheit in Europa

Mit einem digitalisierten Gesundheitswesen sorgen wir für eine bessere Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie für viele Erleichterungen im Alltag des medizinischen Personals. Das haben auch viele unserer europäischen Nachbar- und Partnerländer erkannt. Mit unserer übersichtlichen Europa-Karte erfahren Sie, wie der Stand der Digitalisierung im Gesundheitswesen ausgewählter Länder in Europa ist. Die europäische Zusammenarbeit im Bereich der digitalen Gesundheit wird dabei zunehmend durch gemeinsame rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen geprägt. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört insbesondere der Europäische Gesundheitsdatenraum.

Im März 2025 ist die Verordnung über den Europäischen Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS) in Kraft getreten. Ziel der Verordnung ist der Aufbau einer Europäischen Gesundheitsunion mit gemeinsamen Vorschriften, Standards und Infrastrukturen sowie einem Governance‑Rahmen für den Zugang zu elektronischen Gesundheitsdaten.

Der EHDS soll sowohl die Nutzung von Gesundheitsdaten für die medizinische Versorgung (Primärdatennutzung) als auch die Sekundärnutzung dieser Daten, beispielsweise für Forschung und Innovation, erleichtern. Damit schafft der EHDS die Grundlage für eine grenzüberschreitende, sichere und interoperable Nutzung von Gesundheitsdaten innerhalb Europas.

Weiterführende informationen:

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Serbien

E-Rezept
Einführung ab 2018
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%
Einlösung mit der elektronischen Gesundheitskarte
Zugang Website und App "eZdravlje"
ePA
Name e-Karton (Teil des Integrierten Gesundheitsinformationssystems ISIS)
Einführung ab 2015
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) N/A
Zugriff über… (App/Website/etc.) Website und App "eZdravlje"
Authentifizierung Serbia eID
Digitale Identitäten
Name Serbia eID
Identifizierungsprozess Registrierung über eID-Portal mit Ausweiskopie
Anmeldung Benutzername und Passwort, qualifiziertes elektronisches Zertifikat oder ConsentID-App
Vertrauensniveau hoch
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Rumänien

E-Rezept
Einführung ab 2013
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%
Einlösung per CNP (Bürger-Identifikationsnummer) oder Krankenversicherungskarte (cardul de sănătate)
Zugang Über DES-Portal
ePA
Name DES (Dosarul Electronic de Sănătate)
Einführung ab 2013
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) DES-Website
Authentifizierung mit Gesundheitskarte und Lesegerät (PIN-Eingabe) oder mit Versicherungscode bzw. persönlicher ID und Sicherheitsmatrix (ausgestellt vom Arzt)
Digitale Identitäten
Name ROeID
Identifizierungsprozess ROeID-App plus Ausweisfoto, Gesichtsfoto und -video
Anmeldung ROeID-App
Vertrauensniveau substanziell
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Montenegro

E-Rezept
Einführung ab/seit 2017
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad N/A
Einlösung N/A
Zugang Website und App "eZdravlje"
ePA
Name Elektronski zdravstveni karton (Teil des Integrierten Gesundheitsinformationssystems IHIS) – in Entwicklung
Einführung ab N/A
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) N/A
Zugriff über… (App/Website/etc.) Website und App "eZdravlje"
Authentifizierung Krankenversichertennummer oder Personalausweisnummer
Digitale Identitäten
Name elektronischer Personalausweis (elektronska lična karta, eLK)
Identifizierungsprozess N/A
Anmeldung N/A
Vertrauensniveau hoch
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Nordmazedonien

E-Rezept
Einführung ab/seit 2011
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%
Einlösung N/A
Zugang Moe Zdravje (Website und App)
ePA
Name Moe Zdravje
Einführung ab 2011
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) N/A
Zugriff über… (App/Website/etc.) Moe Zdravje (Website und App)
Authentifizierung ID Service
Digitale Identitäten
Name ID Service
Identifizierungsprozess per Video-Ident oder NFC-Scan des Ausweises
Anmeldung N/A
Vertrauensniveau hoch
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Bulgarien

E-Rezept
Einführung ab/seit 2020
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad Verpflichtend
Einlösung über Patientenidentifikationsnummer
Zugang Website "My HIS" und App "eZdrave"
ePA
Name Teil des Nationalen Gesundheitsinformationssystems (NHIS)
Einführung ab 2020
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) N/A
Zugriff über… (App/Website/etc.) Website "My HIS" und App "eZdrave"
Authentifizierung e-Authentication mit elektronischer Signatur
Digitale Identitäten
Name Evrotrust; EUDI Wallet in Planung
Identifizierungsprozess Lichtbildausweis und Video-Ident per App
Anmeldung N/A
Vertrauensniveau hoch
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Bosnien-Herzegowina

E-Rezept
Einführung ab/seit Kanton Sarajevo 2015 (Pilot); Kanton Tuzla 2022; Republika Srspka 2022
In der Regelversorgung Föderation Bosnien und Herzegowina: Rezepte müssen sowohl elektronisch als auch in Papierform ausgestellt werden (Stand 2023). Republika Srpska: E-Rezepte sind Bestandteil des Integrierten Gesundheitsinformationssystems (IZIS)
Verbreitungsgrad Uneinheitlich; Republika Srpska: 4 Millionen E-Rezepte (Stand: Januar 2023)
Einlösung keine landesweit einheitliche Lösung; Republika Srpska: mit elektronischer Gesundheitskarte
Zugang kein landesweiter Zugang; Republika Srpska: über IZIS-Portal; Kanton Tuzla: Portal Moje zdravlje
ePA
Name keine landesweite ePA; Republika Srpska: Integriertes Gesundheitsinformationssystem (IZIS); Kanton Tuzla: Moje zdravlje
Einführung ab 2022
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) N/A
Zugriff über… (App/Website/etc.) kein landesweiter Zugriff; Republika Srpska: über IZIS-Portal; Kanton Tuzla: Portal Moje zdravlje
Authentifizierung N/A
Digitale Identitäten
Name e-IDDEEA (staatliche eID)
Identifizierungsprozess persönlich mit Ausweisdokument bei IDDEEA-Zentren
Anmeldung e-IDDEEA-App
Vertrauensniveau hoch
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Albanien

E-Rezept
Einführung ab/seit 2017
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad N/A
Einlösung N/A
Zugang e-Albania-Portal
ePA
Name SIHF (Sistemi Informativ i Kujdesit Shëndetësor, Health Care Information System) – nicht vollständig implementiert und genutzt
Einführung ab N/A
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) N/A
Zugriff über… (App/Website/etc.) e-Albania-Portal
Authentifizierung N/A
Digitale Identitäten
Name Nationale Digitale ID (geplant ab 2026)
Identifizierungsprozess N/A
Anmeldung N/A
Vertrauensniveau N/A
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Norwegen

E-Rezept
Einführung ab/seit 2011
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad Flächendeckend
Einlösung mit dem Personalausweis bzw. Identitätsdokument; Vollmacht bei Einlösung für jemand anderen
Zugang Über das Portal "helsenorge.no"
ePA
Name Kjernejournal/Pasientjournal
Einführung ab 2011
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) Helsenorge (Webportal und App)
Authentifizierung BankID, Buypass, Commfides
Digitale Identitäten
Name MinID, BankID, BuypassID, Commfides
Identifizierungsprozess Nationale Registernummer (MinID), Mobiltelefon (BankID), Aktivierungsbrief (BuypassID, Commfides)
Anmeldung App mit Zwei-Faktorauthentifizierung: Passwort und SMS (MinID, BankID) oder Pushnachricht (BuypassID, Commfides)
Vertrauensniveau substanziell bis hoch je nach Verifizierung und Anbieter

Norwegen

"In Norwegen hat jeder Bürger seinen festen Hausarzt. Termine macht man telefonisch oder über das Online-Buchungssystem der Praxis. Einige Dienste und Krankenhäuser sind schon etwas weiter: Sie sind landesweit digital vernetzt. So kann man über das Gesundheitsportal „Helsenorge“ z.B. seine Kliniktermine, Untersuchungsergebnisse, Impfungen und Teile der Krankenakte einsehen. Zum Login benutzt man seine BankID. Das ist eine elektronische Identität, die man von der Bank bekommt und die für viele staatliche Dienstleistungen gilt. Das ist sehr praktisch – besser wäre es nur noch, wenn alle Gesundheitsdienste an das Portal angebunden wären. Besonders einfach funktionieren immerhin die Rezepte: Der Arzt stellt sie elektronisch aus. Anschließend sind sie automatisch auf meiner nationalen ID-Nummer hinterlegt. Ich muss nur meinen Ausweis in der Apotheke vorzeigen, schon bekomme ich meine Medikamente."

Jenny Sørvold, Botschaftssekretärin, Berlin
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Schweiz

E-Rezept
Einführung ab/seit 2022 (Pilot), ab 2024 Roll-out
In der Regelversorgung derzeit noch freiwillige Nutzung, flächendeckender Einsatz bis 2029 geplant
Verbreitungsgrad 2/3 der Apotheken angebunden (Anfang 2025)
Einlösung Kein staatliches Angebot; Angebot verschiedener privatwirtschaftlich organisierter Anbieter; Einlösung per QR-Code (digital oder ausgedruckt)
Zugang E-Rezepte können nicht digital eingesehen und verwaltet werden
ePA
Name Elektronisches Patientendossier (EPD)
Einführung ab 2017
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-in
Zugriff über… (App/Website/etc.) Webportal je nach gewählter Stammgemeinschaft
Authentifizierung Zertifizierte eID je nach Stammgemeinschaft (Cloud Trust, Swiss Sign, Genève ID, VaudID)
Digitale Identitäten
Name Staatliche E-ID (ab 2026)
Identifizierungsprozess geplant ab Ende 2026 über swiyu-App: Personalausweis oder Pass scannen, Gesichtsvideo aufnehmen, nach Prüfung wird eID in der App zugestellt
Anmeldung via App "swiyu" (staatliche digitale Wallet)
Vertrauensniveau hoch
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Niederlande

E-Rezept
Einführung ab/seit 2014
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad verpflichtend
Einlösung Rezept wird direkt vom Arzt elektronisch an die Apotheke übermittelt; Abholung mit Lichtbildausweis oder Gesundheitskarte
Zugang Persönliche Gesundheitsumgebung (PGO)
ePA
Name Persönliche Gesundheitsumgebung (PGO)
Einführung ab 2016 erste Anwendungen, ab 2020 Rechtsanspruch
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-in
Zugriff über… (App/Website/etc.) Dezentrale Anbieterstruktur (Voraussetzung "MedMij"-Zertifizierung)
Authentifizierung DigiD
Digitale Identitäten
Name DigiD
Identifizierungsprozess Bürgerservicenummer + Aktivierungsbrief per Post; danach einmaliger Ausweis-Scan per NFC in der DigiD-App
Anmeldung App, SMS-Code oder Ausweis-Scan
Vertrauensniveau Substanziell bis hoch je nach Identifizierung
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Irland

E-Rezept
Einführung ab/seit elektronische Übertragung via Healthmail seit 2020; Rollout National ePrescription Service (NePS) bis 2028 geplant
In der Regelversorgung nein
Verbreitungsgrad N/A
Einlösung Papierrezept derzeit noch Standard, aber Möglichkeit von E-Rezepten via "Healthmail" von Arzt direkt an Apotheke
Zugang N/A
ePA
Name National Shared Care Record
Einführung ab 2025
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out (geplant)
Zugriff über… (App/Website/etc.) HSE Health App
Authentifizierung über MyGovID
Digitale Identitäten
Name MyGovID
Identifizierungsprozess Basis: E-Mail + Passwort; Verifiziert: Steuer-ID (PPS) und Reisepass-Scan per App oder persönlich beim Amt
Anmeldung Webportal oder App
Vertrauensniveau Noch nicht notifiziert

Irland

"Wir sind noch weit von einer digitalen Patientenversorgung entfernt. Ich habe zwar eine App meiner Krankenkasse. Die ist aber eher administrativ. Ich kann dort Arzttermine anfragen oder Arztrechnungen einreichen. Alles, was mit der Gesundheitsversorgung selbst zu tun hat, läuft noch ziemlich analog. Zwar hat mein Hausarzt eine elektronische Akte von mir, aber eine landesweit funktionierende elektronische Patientenakte gibt es nicht. Lediglich meine Rezepte werden schon digital abgewickelt. Mein Hausarzt schickt diese einfach per E-Mail an meine Stammapotheke. Mit einer standardisierten Lösung für alle hat das aber nichts zu tun, es ist einfach ein Service meiner Arztpraxis. Das ist es auch, was mich grundlegend stört. Ich hätte gern alles digitalisiert, damit man nicht jedes Mal bei einem neuen Arzt seine Krankengeschichte erzählen muss. Und natürlich hätte ich gern App, in der ich meine medizinischen Daten selbst nachschauen kann – das wäre ideal!"

Mario Kuhnert, Customer Success Manager, bei Dublin, Irland
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Tschechien

E-Rezept
Einführung ab/seit 2018
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad Verpflichtend
Einlösung Ausdruck, E-Rezept-App, SMS, E-Mail
Zugang eRecept (Webportal oder App)
ePA
Name keine nationale ePA; EZKarta als Online-Patientenkonto ausgewählter Krankenhäuser
Einführung ab geplant ab 2026
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) geplant als Opt-in
Zugriff über… (App/Website/etc.) geplant über Bürgerportal "Portál občana"
Authentifizierung geplant über National Identification and Authentication Point (NIA), Login z.B. via Bank-ID, eObčanka (elektronischer Personalausweis) oder Mobile Key App
Digitale Identitäten
Name Identita občana (nationale ID)
Identifizierungsprozess Bank-ID, elektronischer Personalausweis (eObčanka) oder persönlich bei einer Behörde (Czech Point)
Anmeldung via App mit Biometrie (Fingerabdruck, Gesichtserkennung) oder PIN
Vertrauensniveau substanziell bis hoch
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Slowakei

E-Rezept
Einführung ab/seit 2018
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad Verpflichtend
Einlösung Krankenversicherungskarte, Personalausweis mit Chip (eID)
ePA
Name Elektronická zdravotná knižka (EZK)
Einführung ab 2018
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out (Akte durch Leistungserbringer geführt)
Zugriff über… (App/Website/etc.) Webportal (nationales Gesundheitsportal (NPZ))
Authentifizierung Personalausweis mit elektronischem Chip (eID), elektronischer Wohnsitznachweis (eDoPP)
Digitale Identitäten
Name eID Card
Identifizierungsprozess Personalausweis mit Chip, Aufenthaltskarte mit Chip
Anmeldung Installierter eID Client auf dem PC (Personalausweis), Webportal Slovensko.sk (Aufenthaltskarte)
Vertrauensniveau Hoch
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Slowenien

E-Rezept
Einführung ab/seit 2016
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 97% (2023)
Einlösung mit der elektronischen Gesundheitskarte
Zugang zVEM Portal (Website oder App)
ePA
Name zVEM (zdravje – Vse na Enem Mestu; "Gesundheit – Alles an einem Ort“)
Einführung ab 2022/2023
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) kein generelles Opt-out, aber Zugriffsbeschränkungen
Zugriff über… (App/Website/etc.) zVEM Portal (Website oder App)
Authentifizierung SI-PASS (digitale ID); smsPASS (mobile ID); eOsebna (elektronischer Personalausweis)
Digitale Identitäten
Name SI-PASS (digitale ID); smsPASS (mobile ID); eOsebna (elektronischer Personalausweis)
Identifizierungsprozess SI-PASS: persönlich mit Ausweisdokument bei Registrierungsstelle (z.B. Post); smsPASS: Aktivierung über SI-PASS; eOsebna: persönlich beim Gemeindeamt
Anmeldung SI-PASS: smsPASS: PIN + SMS-Code; eOsebna: NFC-Ausweisscan
Vertrauensniveau Hoch
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Lettland

E-Rezept
Einführung ab/seit 2018
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad Verpflichtend
Einlösung Ausweis oder Pass
Zugang Webportal eveseliba.gov.lv
ePA
Name E-veselība
Einführung ab 2018
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out (Akte durch Leistungserbringer geführt)
Zugriff über… (App/Website/etc.) Webportal eveseliba.gov.lv
Authentifizierung eID-Karte, eParaksts Mobile (App)
Digitale Identitäten
Name eID-Karte, eParaksts Mobile (App)
Identifizierungsprozess eID-Karte: staatliche Ausstellung + Chipkartenleser; eParaksts mobile: mit bestehender eID-Karte
Anmeldung eID-Karte: Chip + PIN + Kartenlesegerät oder NFC-fähiges Smartphone; eParaksts mobile: Mobilnummer + PIN
Vertrauensniveau Substanziell bis hoch je nach Identifizierung
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Litauen

E-Rezept
Einführung ab/seit 2015 (Pilot), ab 2018 verpflichtend
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 20 Millionen E-Rezepte (2023)
Einlösung Ausweis oder Pass
Zugang esveikata (Webportal und App)
ePA
Name State Electronic Health Services and Cooperation Infrastructure Information System (ESPBI IS)
Einführung ab 2015
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out (Akte durch Leistungserbringer geführt)
Zugriff über… (App/Website/etc.) esveikata (Webportal und App)
Authentifizierung eID-Karte (Chip + Kartenleser oder NFC), Mobile-ID, Smart-ID, Bank-Login
Digitale Identitäten
Name eID-Karte, Mobile-ID, Smart-ID
Identifizierungsprozess eID-Karte: staatliche Ausstellung + Chipkartenleser oder NFC; Mobile-ID: SIM-Karte + PIN; Smart-ID: App-Download + Registrierung per eID-Karte oder persönlich bei Bank
Anmeldung PIN-Code per App (Smart-ID, Mobile-ID) oder Chipkarte + Kartenleser (eID-Karte)
Vertrauensniveau Hoch

Litauen

"Ich reise beruflich viel, da hilft mir die digitale Gesundheitsversorgung in Litauen sehr. Ob ich einen Arzttermin brauche oder etwas in meiner Krankenakte nachlesen möchte – ich kann das über das staatliche Gesundheitsportal „esveikata.lt“ erledigen. Für den Login benutze ich wie die meisten Litauerinnen und Litauer meine Mobile-ID. Die muss man bei seinem Handyprovider einrichten und kann sie dann für alle möglichen sicheren Dienste wie z.B. Bankkonten nutzen. Wenn ich beim Arzt bin, egal welcher, hat dieser automatisch Zugriff auf meine Krankenakte. Rezepte funktionieren elektronisch: Ich bekomme eine SMS, sobald es ausgestellt wurde. Der Apotheker braucht nur meine persönliche ID-Nummer, um das Rezept im System zu finden. Für die Zukunft wünsche ich mir eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten im Sinne der Patienten. Viele Menschen tragen z.B. Smartwatches – mit den erfassten Daten ließen sich Herzkrankheiten früh entdecken."

Eglė Čiuoderienė, Digitalberaterin, Kaunas
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Belgien

E-Rezept
Einführung ab/seit 2013 (Pilot), ab 2021 verpflichtend
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad Verpflichtend
Einlösung Versicherter zeigt Personalausweis in der Apotheke oder nennt seine ID-Nummer; Apotheker ruft Rezept elektronisch aus dem zentralen Recip-e-System ab
Zugang Einsicht über ePA (MaSanté), System ansonsten unabhängig von der ePA
ePA
Name MaSanté/MijnGezondheid
Einführung ab 2018
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) Webportal
Authentifizierung itsme-App oder elektronischer Personalausweis
Digitale Identitäten
Name itsme
Identifizierungsprozess itsme-App: Registrierung per NFC-Scan des Personalausweises oder über Bankkonto
Anmeldung PIN-Code oder Biometrie (Fingerabdruck/Face ID) in der itsme-App
Vertrauensniveau hoch
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Dänemark

E-Rezept
Einführung ab/seit 1994 (nationales Verschreibungsregister); E-Rezept-Rollout ab 2014 (Fælles Medicinkort, FMK)
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 99%
Einlösung Apotheke ruft Rezept direkt aus zentraler Datenbank (FMK) ab; kein Dokument erforderlich
Zugang Einsicht über sundhed.dk oder MinSundhed-App (Login via MitID)
ePA
Name sundhed.dk (Webportal) und MinSundhed (App)
Einführung ab 2003
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) sundhed.dk (Webportal) und MinSundhed (App)
Authentifizierung MitID
Digitale Identitäten
Name MitID
Identifizierungsprozess Online: Passscan (NFC) und Selfie via App; alternativ persönlich bei Bank oder Bürgeramt
Anmeldung Facescan oder Fingerabdruck; alternativ per Code-Generator oder Chip
Vertrauensniveau hoch; variable Prozesse für versch. Vertrauensniveaus

Dänemark

"Ich wickle das meiste, was mit Arztbesuchen, Untersuchungen und Medikamenten zu tun hat, über die offizielle App „MinSundhed“ ab. Darüber kann ich zum Beispiel auf Befunde und Laborergebnisse zugreifen. Auch meine Impfungen sind dort hinterlegt. Ich finde das wirklich gut, denn ich kann nochmal in Ruhe nachschauen, welche Diagnose der Arzt genau gestellt hat. Sowas vergisst man ja schnell. Wenn man im Krankenaus war, wird das Wichtigste auch in der elektronischen Akte vermerkt. Um mich in die App einzuloggen, brauche ich nur Gesichtserkennung oder Fingerabdruck. Vorher muss man sich allerdings einmal autorisieren. Ich nutze dafür „MitID“. Das ist eine digitale Identität, die in ganz Dänemark für alle möglichen Online-Dienstleistungen, zum Beispiel auch Überweisungen, gilt. Die Registrierung für MitID ist ein bisschen aufwändiger, aber es lohnt sich."

Boris Boll-Johansen (55 Jahre), Illustrator, Kopenhagen
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Deutschland

E-Rezept
Einführung ab/seit 2022, ab 2024 verpflichtend
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%, über 1 Mrd. eingelöste E-Rezepte (Okt. 2025)
Einlösung mit der elektronischen Gesundheitskarte, mit der E-Rezept-App der gematik & Krankenkassen-Apps, mit Apotheken-Apps, per Ausdruck
Zugang In der E-Rezept-App der gematik mit der elektronischen Gesundheitskarte und PIN (mit NFC-fähigem Smartphone einlesen), in den Krankenkassen-Apps mit der GesundheitsID, in den Apotheken-Apps mit der elektronischen Gesundheitskarte
ePA
Name ePA für alle
Einführung ab 2025
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-Out
Zugriff über… (App/Website/etc.) App (abhängig von Krankenkasse)
Authentifizierung abhängig von Krankenkasse
Digitale Identitäten
Name GesundheitsID
Identifizierungsprozess Online-Ausweis, eGK mit PIN, Vor-Ort-Identifizierung 
Anmeldung Gerätebindung und eGK, Online-Ausweis, PIN oder Biometrie
Vertrauensniveau hoch

Digitale Gesundheit in Deutschland

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Estland

E-Rezept
Einführung ab/seit 2010
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%
Einlösung Mit persönlicher ID-Nummer (Vorlage von Personalausweis, Pass oder Führerschein); Apotheke ruft Rezept aus zentraler Datenbank ab
Zugang Terviseportaal
ePA
Name Estonian Health Information System (EHIS)
Einführung ab 2008
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) Terviseportaal (Webportal)
Authentifizierung ID-Karte (Chip + PIN), Mobile-ID oder Smart-ID
Digitale Identitäten
Name ID-Karte (eID), Mobile-ID (SIM-basiert), Smart-ID (App-basiert)
Identifizierungsprozess ID-Karte: Ausstellung durch Staat, Chip-Leser nötig; Mobile-ID: SIM-Karte via Mobilfunkanbieter + PIN; Smart-ID: Passscan (NFC) via App oder persönlich bei Bank
Anmeldung Chipkarte + Kartenleser (ID-Karte); SIM-Karte + PIN (Mobile-ID); PIN-Code per App (Smart-ID)
Vertrauensniveau hoch

Estland

"Die Esten haben grundsätzlich großes Vertrauen in den Staat und die Datensicherheit. Deshalb regeln wir unzählige Bürgerangelegenheiten digital. Das beginnt bei der Steuererklärung und geht bis zur Online-Stimmabgabe bei Wahlen. Auch das Gesundheitswesen gehört dazu. Um sich zu autorisieren, hat jede Estin und jeder Este einen Personalausweis mit elektronischer Identität. Für den Login in das Patientenportal brauche ich nur meine Personenkennzahl vom Ausweis und eine eID-App auf dem Handy. Im Portal finde ich dann alles, was meine Gesundheit betrifft: Impfungen, Arztbriefe, Befunde, Medikamente, Terminvergabe usw. Meinen Ausweis nutze ich auch, um Rezepte einzulösen. Der Apotheker braucht nur meine Personenkennzahl, alle Verschreibungen sind digital hinterlegt. Und für den Fall, dass ich verhindert bin, kann ich im Portal jemand anderen bevollmächtigen, das Medikament abzuholen. Praktischer geht’s nicht."

Roomet Sõrmus (43 Jahre), Diplomat, derzeit Berlin, zuvor Tallinn
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Finnland

E-Rezept
Einführung ab 2010 implementiert; seit 2017 verpflichtend
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%
Einlösung Vorlage von Versichertenkarte, Personalausweis oder Rezept in der Apotheke, Apotheker ruft Rezept über Datenbank "Reseptikus" ab; die Verschreibungsdaten können im Dienst My Kanta eingesehen werden
Zugang mit den Online-Banking-Zugangsdaten, dem elektronischen Personalausweis oder durch die mobile Authentifizierung (finnische Identitätsnummer erforderlich)
ePA
Name Kanta
Einführung ab 2010
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) My Kanta (Webportal und App)
Authentifizierung BankID, Mobile ID, Bürgerzertifikat (Kansalaisvarmenne)
Digitale Identitäten
Name BankID, Mobile ID, Bürgerzertifikat (Kansalaisvarmenne)
Identifizierungsprozess Bank mit Kontoverbindung (BankID); Telefonanbieter mit SIM-Karte (Mobile ID); Polizei mit Personalausweis-Antrag (Bürgerzertifikat)
Anmeldung Online-Banking-Codes (BankID); SIM-Karte und PIN (Mobile ID); Chip-Karte mit Lesegerät oder NFC (Bürgerzertifikat)
Vertrauensniveau substanziell bis hoch je nach Verifizierung und Anbieter

Finnland

"Im Omakanta-Dienst kann ich Rezepte einsehen und Folgerezepte beantragen sowie Gesundheitsinformationen, Laborergebnisse und Diagnosen einsehen – auch die meiner Kinder oder meines Ehepartners. Ich habe dort auch die Möglichkeit, mich als Organspenderin auszuweisen oder eine Patientenverfügung zu erstellen. Dadurch, dass alle Informationen an einem Ort einsehbar sind, verbessert sich die Behandlungssicherheit. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Und das hat nicht nur Vorteile für mich als Patientin, sondern auch für das Gesundheitspersonal: Doppeluntersuchungen werden vermieden und dadurch Zeit und Geld gespart."

Tuire Karhu (41 Jahre), Key Account Manager, Kuopio
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Frankreich

E-Rezept
Einführung ab 2019 (Pilot), ab 2022 landesweiter Roll-out
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad gering, noch im landesweiten Roll-out
Einlösung mit der Gesundheitskarte (Carte Vitale) oder QR-Code-Ausdruck
Zugang über den Mon Espace Santé (ePA)
ePA
Name Mon espace santé (seit 2022; vorher Dossier médical partagé)
Einführung ab 2018
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out (bei Aktenanlage)
Zugriff über… (App/Website/etc.) Webportal oder App
Authentifizierung FranceConnect – Login z.B. via Ameli-Konto (Krankenversicherung), impots.gouv.fr (Steuerkonto), ID von La Poste oder France Identité
Digitale Identitäten
Name France Identité
Identifizierungsprozess NFC-fähiger Personalausweis mit App und PIN
Anmeldung PIN/Biometrie und Gerätebindung
Vertrauensniveau hoch

Frankreich

In Frankreich gibt es das staatliche Gesundheitsportal „Mon espace santé“. Dort haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Gesundheitsdaten mit Ärztinnen und Ärzten zu teilen. Obwohl ich das Portal gern nutzen würde, hakt es leider noch bei der Registrierung – technisch scheint es noch nicht ganz ausgereift zu sein. Diese Lücke füllen private Anbieter. Vor allem doctolib wird in Frankreich breit genutzt – nicht nur zur Terminbuchung, sondern auch, um Rezepte oder andere medizinische Dokumente zu erhalten. Das funktioniert sehr gut und ist eine große Erleichterung im Alltag, gerade für mich als Mutter. Die staatlichen Anwendungen haben hier noch Aufholbedarf.

Katja Hachemi (41 Jahre), Marseille
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Griechenland

E-Rezept
Einführung ab 2010
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 98%, ca. 7 Millionen eingelöste E-Rezepte im Monat
Einlösung mit einem Ausdruck; durch einen QR Code, den man per Mail/SMS erhält; durch Vorzeigen eines Ausweises und der Sozialversicherungsnummer
Zugang durch Anmeldung bei Regierungsportal gov.gr (mit Bank ID, Steuer ID, Sozialversicherungs ID - jeweils persönlich ausgehändigt)
ePA
Name MyHealth
Einführung ab 2023
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) Webportal gov.gr oder App MyHealth
Authentifizierung Bank-ID, Steuer-ID, Sozialversicherungs-ID
Digitale Identitäten
Name Gov.gr Wallet; Taxisnet
Identifizierungsprozess Gov.gr Wallet: Taxisnet-Zugangsdaten + Handynummerregistrierung
Anmeldung via App "Gov.gr Wallet" mit Web-Banking- oder Taxisnet-Passwort
Vertrauensniveau N/A

Griechenland

"Wir haben eine Gesundheits-App, die fast alles kann. Rezepte, Medikamentenplan, Überweisungen, Arzttermine – all das sehe ich in der App. Der Login geht einfach über Gesichtserkennung oder PIN. Für die einmalige Registrierung brauchte ich damals jedoch meine Anmeldedaten für die Steuerbehörde und eine SMS-TAN, die mir aufs Handy geschickt wurde. Was noch nicht über die App geht, sind Terminvereinbarungen. Die muss ich über die Website machen. Wenn ich zum Arzt gehe, kann er automatisch meine Patientenakte einsehen, sobald er meine Sozialversicherungsnummer kennt. Ich finde das eine extreme Erleichterung – kein Papierkram mehr, ich kann alles online nachschauen, zum Beispiel auch wann ich beim Arzt oder im Krankenhaus war und welche Diagnose gestellt wurde. Besser wäre es nur noch, wenn man auch Termine über die App vereinbaren könnte."

Maria (53 Jahre), Silberschmuck-Schmiedin, Athen
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Island

E-Rezept
Einführung ab 2008
In der Regelversorgung Ja
Verbreitungsgrad N/A
Einlösung E-Rezepte werden zentral gespeichert und von Apotheken über die individuelle Versicherungsnummer des Patienten abgerufen
Zugang Über Portal "Heilsuvera"
ePA
Name Saga Electronic Health Record
Einführung ab 2014
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) Heilsuvera (Webportal und Ísland.is-App)
Authentifizierung PEI Health Card
Digitale Identitäten
Name Auðkenni
Identifizierungsprozess SIM-Karte und Ausweisdokument (über Bank oder Telefonanbieter) oder Selbstregistrierung per NFC-fähigem isländischen Reisepass via Auðkenni-App
Anmeldung Mobil: PIN und Biometrie; Personal Certificate Card: Karte und PIN; Ísland.is-App: Passkeys
Vertrauensniveau hoch

Island

"Die Gesundheitsversorgung in Island ist durchgehend digital. Bei Symptomen kann ich erst einmal mit einer medizinischen Fachkraft chatten. Wenn ich einen Arzt brauche, buche ich online einen Termin. Das geht alles über das Patientenportal „Heilsuvera“. Dort habe ich auch Zugriff auf meine Gesundheitsakte, Rezepte und Impfungen. Außerdem kann ich dem Arzt schreiben. Ich logge mich immer über die Website mit meiner elektronischen Identität ein. Dazu gebe ich zuerst meine Handynummer ein, anschließend öffnet sich die eID-App auf meinem Handy. Dort muss ich mich mit meiner PIN autorisieren und schon bin ich eingeloggt. Mit der eID macht man in Island alles – von Bankangelegenheiten bis zur Rentenversicherung. Ich finde das System richtig gut, da ich in Sachen Gesundheit vieles einfach online erledigen und nachlesen kann. Auch die Datensicherheit mit der eID-App überzeugt mich."

Daniel (30 Jahre), Hardware-Ingenieur, Reykjavik
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Italien

E-Rezept
Einführung ab 2008
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad Verpflichtend
Einlösung mit Rezeptnummer (per SMS, E-Mail, Messenger oder Ausdruck) und Gesundheitskarte
Zugang Über elektronische Patientenakte Fascicolo Sanitario Elettronico (FSE); alternativ über die nationale IT-Infrastruktur Sistema Tessera Sanitaria (STS)
ePA
Name Fascicolo Sanitario Elettronico (FSE)
Einführung ab 2015
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) kein generelles Opt-out, aber Zugriffsbeschränkungen
Zugriff über… (App/Website/etc.) FSE-Regionalportale (Website oder App)
Authentifizierung elektronischer Personalausweis (Carta d'Identità Elettronica, CIE); Gesundheitskarte (Carta Nazionale dei Servizi, CNS); digitale Identität (Sistema Pubblico di Identità Digital, SPID)
Digitale Identitäten
Name elektronischer Personalausweis (Carta d'Identità Elettronica, CIE); Gesundheitskarte (Carta Nazionale dei Servizi, CNS); digitale Identität (Sistema Pubblico di Identità Digital, SPID)
Identifizierungsprozess SPID: Über autorisierten Anbieter (z.B. Poste Italiane) per Ausweis-Scan + Video-Ident oder persönlich; CIE: persönlich beim Gemeindeamt; CNS: Ausgabe durch regionalen Gesundheitsdienst oder Rentenversicherung
Anmeldung SPID: Passwort + Zwei-Faktor-Bestätigung; CIE: PIN + Kartenlesegerät oder NFC-fähiges Smarthpone; CNS: PIN + Kartenlesegerät
Vertrauensniveau Substanziell bis hoch je nach Anbieter

Italien

"Ich wohne in einer Kleinstadt und ländlichen Gegend. Wenn ich etwas von meinem Hausarzt brauche, z.B. ein Rezept, kann ich ihm einfach eine WhatsApp schicken. Er bereitet das Rezept dann vor – ich muss es nur noch in der Praxis abholen und damit in die Apotheke gehen. Das läuft noch klassisch auf Papier. Ich weiß, dass es in Italien schon digitale Lösungen wie elektronische Patientenakten gibt. Dort kann man z.B. seine Rezepte und Arztbefunde einsehen. Aber hier bei uns auf dem Land wird das nicht wirklich genutzt. Für die älteren Leute ist das oft zu kompliziert. Und die Wege zum Arzt sind kurz, man kennt sich. In den Großstädten mag das anders sein. Dabei glaube ich, dass eine digitale Akte vor allem für chronisch Kranke von Vorteil sein kann, weil man alle medizinischen Informationen an einem Ort hat. Wichtig ist dabei, dass es für alle einfach zu bedienen ist."

Giuseppe Ruiu (37 Jahre), Steinmetz, Dorgali, Sardinien
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Kroatien

E-Rezept
Einführung ab 2011
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%
Einlösung Versicherungskarte (HZZO Card)
Zugang Portal zdravlja (Gesundheitsportal) und App eKarton (Patientenakte)
ePA
Name eKarton (Teil des Zentralen Gesundheitsinformationssystems CEZIH)
Einführung ab 2008 CEZIH, 2016 eKarton
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) kein generelles Opt-out, aber Zugriffsbeschränkungen
Zugriff über… (App/Website/etc.) Portal zdravlja (Gesundheitsportal) und App eKarton (Patientenakte)
Authentifizierung Sign-In im e-Citizens-Portal, z.B. mit elektronischem Personalausweis (eOsobna)
Digitale Identitäten
Name eOsobna (elektronischer Personalausweis)
Identifizierungsprozess eOsobna: persönlich beim Gemeindeamt; Certilia App (digitale Wallet): NFC-Scan des eOsobna
Anmeldung eOsobna: Kartenleser, PIN und Plugin für Browser; Certilia-App: Biometrie oder Zwei-Faktor-Authentifizierung
Vertrauensniveau hoch

Kroatien

"Bei uns gibt das e-Citizens-Portal, das man für verschiedenste staatliche Dienstleistungen nutzen kann von der Geburtsurkunde bis zur Berechnung der Rente. Über e-Citizens kommt man auch in das Gesundheitsportal CEZIH. Dort liegt meine gesamte medizinische Akte, in der alles steht: Arztbesuche, Befunde, Medikamente, Allergien, Impfungen. Um mich auf der Website einzuloggen, gebe ich einfach Nutzername und Passwort ein, anschließend muss ich auf meinem Handy in der Digital-Identity-App mit Fingerabdruck bestätigen, dass ich es bin – das war’s. Zusätzlich gibt es noch eine App, mit der ich meinen Arzt kontaktieren und meine Medikamente sehen kann. Um ein Rezept einzulösen, brauche ich nur meinen Ausweis. Den zeige ich in der Apotheke vor, darauf steht meine Versichertennummer und über diese sind alle meine Rezepte im System aufrufbar."

Siniša Bunic (39 Jahre), Tankstellenbesitzer, Varaždin
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Luxemburg

E-Rezept
Einführung ab 2019 (grenzüberschreitende E-Rezepte im Rahmen von MyHealth@EU), ab 2022 Rollout landesweiter E-Rezepte
In der Regelversorgung nein
Verbreitungsgrad /
Einlösung QR-Code (digital oder Papierausdruck)
Zugang Webportale MyGuichet und eSanté, MyDSP-App
ePA
Name Dossier de soins partagé
Einführung ab 2015 (Pilot), ab 2020 genereller Rollout
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) Webportale MyGuichet und eSanté, MyDSP-App
Authentifizierung LuxTrust, eID-Karte
Digitale Identitäten
Name LuxTrust, eID-Karte
Identifizierungsprozess Persönliche Identifizierung bei Bank oder LuxTrust-Registrierungsstelle (Ausweis/Pass erforderlich); alternativ Video-Identifizierung per Smartphone
Anmeldung LuxTrust-App (PIN oder Biometrie) oder eID-Karte mit Kartenleser
Vertrauensniveau substanziell (LuxTrust), hoch (eID-Karte)

Luxemburg

"Wir haben das elektronische Gesundheitsportal E-Santé, über das man sich über eine Website einloggen kann. Im Portal finde zum Beispiel ich meinen Impfpass und habe Zugang zu meiner geteilten Gesundheitsakte (Dossier de Soins Partagé), in der ich Befunde und Arztbriefe hochladen kann. Außerdem kann ich festlegen, dass bestimmte Heilberufler nicht auf meine Daten zugreifen dürfen. Der Login ist sicher, da man sich vorher bei der digitalen Identität LuxTrust persönlich registrieren muss. Alles basiert auf Zwei-Faktor-Authentifizierung. Ich habe hierfür mein Handy hinterlegt. Sobald ich mich einlogge, muss ich das in der App bestätigen – wie man es auch vom Bankkonto kennt. In jedem Fall finde ich, dass die Digitalisierung des Gesundheitswesens Teil der Zukunft und der richtige Weg ist. Das gilt vor allem für die Patientensicherheit, da in einem Notfall alle wichtigen Daten vorliegen."

Lucca Conter (30 Jahre), Fachpfleger Anästhesie, derzeit bei Wiesbaden, zuvor Luxemburg
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Österreich

E-Rezept
Einführung ab 2022
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 91 % (Anfang 2025)
Einlösung mit Gesundheitskarte (e-card), 12-stelliger alphanumerischer E-Rezept-ID (REZ-ID) oder QR-Code (digital oder Ausdruck)
Zugang mit ID Austria über die App der Kranken-/Sozialversicherung (z.B. Meine ÖGK, MeineSV, MeineBVAEB) oder das ELGA-Portal (Elektronische Gesundheitsakte)
ePA
Name Elektronische Gesundheitsakte (ELGA)
Einführung ab 2015
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) generelles Opt-out, partielles Opt-out für einzelne ELGA-Anwendungen, situatives Opt-out bei bestimmten Behandlungsfall
Zugriff über… (App/Website/etc.) ELGA-Portal unter gesundheit.gv.at
Authentifizierung ID Austria
Digitale Identitäten
Name ID Austria
Identifizierungsprozess vor Ort bei einer Behörde mit Lichtbildausweis und Smartphone; alternativ Online-Aufwertung der alten Handy-Signatur
Anmeldung Passwort/Biometrie und Gerätebindung
Vertrauensniveau hoch

Österreich

"Ich kann mich erinnern, dass mein Arzt vor ein paar Jahren ein Rezept für mich noch an die Apotheke faxen musste, da ich an einem anderen Ort war. Heute kriege ich meine Rezepte direkt auf die elektronische Gesundheitskarte, die bei uns e-card heißt, gespielt. Das geht auch aus der Ferne. Die e-card muss dann nur in der Apotheke eingelesen werden. Auch sonst ist vieles digital. So hat jeder Österreicher, der nicht widersprochen hat, eine elektronische Gesundheitsakte, die ELGA. Darin sind Arztbesuche, Diagnosen und Untersuchungen erfasst. Einloggen kann ich mich über mein Handy."

Lisa Waltle (24 Jahre), Studentin, Innsbruck
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Polen

E-Rezept
Einführung ab 2020
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 100%
Einlösung mit der mObywatel App oder per SMS oder E-Mail
Zugang durch Registrierung mit digitaler Identität/Profil Zaufany
ePA
Name Internetowe Konto Pacjenta (IKP)
Einführung ab 2019
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) kein Opt-out möglich
Zugriff über… (App/Website/etc.) IKP-Webportal oder App mojeIKP
Authentifizierung Profil Zaufany (staatliche eID), Bank-Login, elektronischer Personalausweis (e-dowód) oder mObywatel-App (staatliche Mobile-ID-App)
Digitale Identitäten
Name Profil Zaufany
Identifizierungsprozess Online-Bankkonto / NFC-fähiger Personalausweis / qual. elektr. Unterschrift / Videoident per Interview / Online-Antrag und Bestätigung über Trust Service Provider
Anmeldung Passwort oder Bank ID
Vertrauensniveau Je nach Identifizierungsmethode hoch oder substanziell

Polen

"Wer zum Hausarzt muss, kann seit der Pandemie auch eine telefonische Visite in Anspruch nehmen, z.B. wenn man nur ein elektronisches Rezept braucht. Der Arzt benötigt dafür lediglich die PESEL-Nummer, die persönliche Identifikationsnummer, die jeder Pole hat. Auf diese speichert er das Rezept im System. Der Patient bekommt einen Rezeptcode per E-Mail oder SMS. Den zeigt er mit der PESEL-Nummer in der Apotheke vor und erhält seine Medikamente. Alle Rezepte kann man im Internet-Patientenkonto (IKP) einsehen, genauso Krankschreibungen, Impfungen und Krankenhausaufenthalte. Der Login erfolgt über gov.pl, unsere nationale Online-Plattform für Behördenangelegenheiten. Ich selbst nutze dafür meinen Bank-Login, der als vertrauenswürdiges Profil hinterlegt ist, plus SMS-TAN. Ich finde die digitalen Lösungen sehr gut, vor allem aus meiner Sicht als Arzt. Sie machen vieles sicherer für die Patienten, weil alle Daten jederzeit verfügbar sind."

Kamil Cieplicki (28 Jahre), Stettin
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Portugal

E-Rezept
Einführung ab 2016
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 98%
Einlösung mit der Bürgerkarte, per SMS oder E-Mail
Zugang Gesundheitsportal SNS24 (Website oder App)
ePA
Name Registo de Saúde Electrónico (RSE)
Einführung ab 2013
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) kein generelles Opt-out, jedoch Zugriffsbeschränkungen
Zugriff über… (App/Website/etc.) Gesundheitsportal SNS24 (Website oder App)
Authentifizierung Chave Móvel Digital (CMD): Mobilnummer + PIN; Cartão de Cidadão: Bürgerkarte mit Chip + PIN (Kartenlesegerät erforderlich)
Digitale Identitäten
Name Cartão de Cidadão (kartenbasiert); Chave Móvel Digital (softwarebasiert)
Identifizierungsprozess Cartão de Cidadão: vor Ort am IRN-Schalter (Instituto dos Registos e do Notariado) oder in Gemeindeverwaltung; Chave Móvel Digital: mit Cartão de Cidadão (Kartenlesegerät oder NFC-Scan + Gesichtserkennung)
Anmeldung Cartão de Cidadão: Kartenleser + PIN; Chave Móvel Digital: PIN + SMS-Code
Vertrauensniveau hoch

Portugal

"Ich bin durch Corona digitaler geworden, wenn es um Gesundheitsangelegenheiten geht. Man brauchte die Gesundheits-App „SNS 24“ damals für das Impfzertifikat. Ich glaube, viele Menschen sind so in Kontakt mit der App gekommen und umgestiegen. Denn sie bietet viele nützliche Funktionen. Ich finde da unter anderem meine Rezepte, kann Informationen für den Notfall hinterlegen, zum Beispiel eine Patientenverfügung, und Krankschreibungen erhalten. Da ich regelmäßig Medikamente nehmen muss, finde ich vor allem die elektronischen Rezepte super – alles lässt sich digital abwickeln, nichts kann mehr verloren gehen. Und auch das Einloggen ist unproblematisch: Ich öffne einfach die App auf meinem Handy und autorisiere mich mit Fingerabdruck."

Isabel Moreira (39 Jahre), Web-Entwicklerin, Porto
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Schweden

E-Rezept
Einführung ab 1983 (Pilot); landesweit ab 2000; seit 2021 verpflichtend
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 99%
Einlösung Die Rezepte werden für die gesamte Gültigkeitsdauer elektronisch in der Datenbank gespeichert und bei Abgabe des Rezepts in der Datenbank aktualisiert.
Zugang 1177.se (Webportal und App)
ePA
Name NPÖ (Nationell Patientöversikt)
Einführung ab 2010 / 2013 (Patientenportal online)
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) 1177.se (Webportal und App)
Authentifizierung BankID oder Freja eID+ (Personennummer erforderlich)
Digitale Identitäten
Name BankID, Freja eID+
Identifizierungsprozess Aktivierung über Bank mit Personennummer (BankID); Lichtbildausweis-Prüfung durch Händler-Netz (Freja eID+)
Anmeldung Facescan/Fingerabdruck/PIN
Vertrauensniveau substanziell bis hoch je nach Verifizierung und Anbieter

Schweden

"Termine beim Arzt vereinbare ich immer noch übers Telefon, auch wenn ich weiß, dass das auch online geht. Das meiste andere aber regle ich inzwischen über das Internet. Wir haben in Schweden ein allgemeines Gesundheitsportal namens „1177“. Dort kann ich zum Beispiel die Ergebnisse meiner medizinischen Untersuchungen nachlesen und meine Arzttermine sehen. Alles, was ich dafür brauche, ist mein Computer und meine „BankID“. Wenn man einmal für diese ID registriert ist, kann man alles Mögliche damit im Internet machen, zum Beispiel Banküberweisungen oder Bezahlen beim Onlineshopping. Das ist wirklich extrem praktisch. Zum Einloggen in die 1177-Website wähle ich einfach „BankID“ als Option. Auf der BankID-App muss ich mich dann nur noch mit Passwort oder Gesichtserkennung identifizieren."

Elisabeth Palmstedt (69 Jahre), Rentnerin, Lidköping
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Spanien

E-Rezept
Einführung ab 2005 (Pilot), bis 2015 landesweit
In der Regelversorgung ja
Verbreitungsgrad 98%
Einlösung mit der Gesundheitskarte
Zugang Über Carpeta Ciudadana (nationales Bürgerportal) und regionale Patientenportale
ePA
Name HCDSNS – Historia Clínica Digital del Sistema Nacional de Salud (Digitale Krankenakte des nationalen Gesundheitssystems)
Einführung ab 2006
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) kein generelles Opt-out, aber Zugriffsbeschränkungen
Zugriff über… (App/Website/etc.) über den jeweiligen HCDSNS-Zugang des regionalen Gesundheitsdienstes oder zentral über die Carpeta Ciudadana (nationales Portal)
Authentifizierung elektronischer Personalausweis (mit Kartenlesegerät), Cl@ve (nationale eID) oder MiDNI-App (digitaler Ausweis)
Digitale Identitäten
Name Documento Nacional de Identidad electrónico (DNIe) (kartenbasiert); Cl@ve (softwarebasiert)
Identifizierungsprozess DNIe: persönlich bei der Nationalpolizei; Cl@ve: online mit DNIe; MiDNI-App: online mit DNIe
Anmeldung Kartenleser, PIN und Plugin für Browser
Vertrauensniveau hoch

Spanien

"Im Baskenland, wo ich wohne, kann ich auf meine Gesundheitsinformationen online zugreifen. Alle Arztbesuche und Medikamente sind in meiner elektronischen Akte gespeichert. Auf die hat auch jeder Arzt im öffentlichen Gesundheitswesen Zugriff, zu dem ich gehe. Damit ich meine Akte einsehen oder Termine ausmachen kann, nutze ich die mobile App des baskischen Gesundheitsdienstes. Beim Anmelden muss ich meine Identität bestätigen, entweder mit dem baskischen Digital-Identity-System „BakQ“ oder dem spanienweiten System „Cl@ve“. Beide sind wie ein elektronischer Personalausweis, mit dem man auch Behördenangelegenheiten erledigen kann. Für das Einlösen von Rezepten brauche ich nur meine Versichertenkarte in der Apotheke vorzulegen. Die kann dann digital auf die Verordnung zugreifen. Das ist schon sehr praktisch alles. Sogar meine 79-jährige Mutter nutzt die Angebote."

Igor Morillo (49 Jahre), Computeranalyst, Bilbao
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Vereinigtes Königreich

E-Rezept
Einführung ab 2005 (Pilot), landesweit ab 2014
In der Regelversorgung Ja
Verbreitungsgrad 97%
Einlösung Auswahl einer spezifischen Apotheke, an die das E-Rezept automatisch elektronisch übermittelt wird
Zugang Apotheke erhält Rezept direkt; Patienten können Status in der NHS App verfolgen
ePA
Name Summary Care Record (SCR)
Einführung ab SCR ab 2010 (Vorgänger NHS Care Records Service nie vollständig ausgerollt)
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) Opt-out
Zugriff über… (App/Website/etc.) NHS (Webportal und App)
Authentifizierung E-Mail und Ausweis- oder Passfoto-Verifizierung (biometrisch)
Digitale Identitäten (momentan in der Entwicklung)
Name NHS login
Identifizierungsprozess Foto eines Ausweisdokuments und biometrische Verifizierung via Foto oder Video
Anmeldung E-Mail und Einmalcode (SMS oder Authenticator-App), optional Biometrie
Vertrauensniveau hoch

UK

"Meine Arztangelegenheiten laufen inzwischen weitgehend digital ab. Über die App „Patient Access“ kann ich sowohl Telefon- als auch Vor-Ort-Termine bei meinem Hausarzt buchen. In der Arztpraxis checke ich mich dann an einem Bildschirm selbst ein. Vergangene Arztbesuche und Untersuchungen kann ich in der App nachsehen, allerdings noch lückenhaft. Meine Rezepte finde ich auch in der App. Besonders praktisch finde ich, dass diese sofort an meine Stammapotheke übermittelt werden. Ich muss nur noch hingehen und die Medikamente abholen. Außerdem nutze ich das Patientenportal des Krankenhauses, in dem ich öfter zu Untersuchungen war. Hier ist alles lückenlos dokumentiert. Die Klinik hat ursprünglich die Benutzerdaten eingerichtet. Damit logge ich mich einfach über die Website ein und bestätige den Login über eine mir zugesandte E-Mail."

Priya Barot (35 Jahre), Strategy Director, London
flag

Ungarn

E-Rezept
Einführung ab 2017
In der Regelversorgung Ja
Verbreitungsgrad über 95%
Einlösung Mit Ausweisdokument und Sozialversicherungskarte/TAJ-Karte
Zugang Über EESZT-Portal (Web oder App)
ePA
Name EESZT (Egészségügyi Elektronikus Szolgáltatási Tér – Nationaler Gesundheits-Informationsraum)
Einführung ab 2017
Wahlfreiheit (Opt-In oder Opt-Out) kein generelles Opt-out möglich, jedoch Zugriffsbeschränkungen
Zugriff über… (App/Website/etc.) EESZT-Portal (Web oder App)
Authentifizierung DÁP-App + TAJ-Nummer; alternativ über Portal Ügyfélkapu+
eID
Name DÁP (Digitális Állampolgár – Digitale Staatsbürger-App)
Identifizierungsprozess In der DÁP-App mit elektronischem Personalausweis (eSzemélyi) und biometrischer Verifikation
Anmeldung DÁP-App mit Biometrie oder Ügyfélkapu+ mit Authenticator-App
Vertrauensniveau hoch (eSzemélyi) oder substanziell (Ügyfélkapu+)

Ungarn

"In Ungarn sind wir schon lange digital. Ich nutze das Gesundheitsportal EESZT seit vielen Jahren. Am Anfang waren die Funktionen noch sehr begrenzt. Es gab nur das elektronische Rezept. Mittlerweile bietet das Portal Zugriff auf alles Mögliche: meine Krankengeschichte, Rezepte, Überweisungen, Laborergebnisse usw. Abrufen kann man die Daten über eine Website oder App. Ich nutze immer meinen PC. Für den Login habe ich eine persönliche ID und ein Passwort. Die ID kann ich auch für andere staatliche Dienste nutzen, zum Beispiel die Steuerklärung. Zum Einlösen von Rezepten brauche ich nur meine Versichertenkarte. Über die Versicherungsnummer findet der Apotheker meine offenen Rezepte im System. Ich finde das alles sehr praktisch. Denn die Informationen liegen überall vor, ich muss nichts mehr ausdrucken."

Ildikó Fekete (45 Jahre), Vertriebspartnerin, Budapest

Beim E-Rezept finden Sie Informationen, ab wann es in den einzelnen Ländern eingeführt wurde und ob es Teil der Grundversorgung ist. Angegeben ist zudem, wie weit die Verbreitung des E-Rezepts in den Staaten ist. Unter „Einlösung“ ist dargestellt, auf welche Weise Patientinnen und Patienten im jeweiligen Land ihre elektronische Verschreibung einlösen können. Unter „Zugang“ finden Sie Informationen, wie die Patientinnen und Patienten auf ihre E-Rezepte bzw. die dazugehörigen digitalen Anwendungen zugreifen können. 

Für die unterschiedlichen Lösungen einer elektronischen Patientenakte finden Sie den jeweiligen Namen sowie den Zeitpunkt, ab dem die Lösung eingeführt wurde. Unter „Wahlfreiheit“ sehen Sie, in welchen Ländern die elektronische Patientenakte automatisch für die Bürgerinnen und Bürger angelegt wird (Opt-out). Zudem ist bei „Zugriff“ angegeben, wie die Patientinnen und Patienten auf ihre Daten zugreifen können. Bei „Authentifizierung“ ist zusammengefasst, auf welcher Weise sich die Patientinnen und Patienten in ihrer ePA-Anwendung anmelden können, zum Beispiel mit einer digitalen Identität oder einer elektronischen Gesundheitskarte.

Für die digitalen Identitäten finden Sie, neben dem jeweiligen Namen der Lösung, auch, wie sich die Bürgerinnen und Bürger dazu identifizieren und wie die Anmeldung aussieht. Unter „Vertrauensniveau“ sehen Sie, wie die Lösung des Landes nach der europäischen eIDAS-Verordnung bewertet wird. 

Ihnen ist aufgefallen, dass Angaben teilweise nicht vollständig oder aktuell sind? Sie kennen Menschen aus dem Ausland, die sich zum digitalen Gesundheitswesen in ihrer Heimat äußern möchten? Schreiben Sie uns gern unter: dialogdigital@gematik.de

Diese Info-Sammlung wird laufend aktualisiert und erweitert. Durch die Auswahl der Daten und Fakten wollen wir eine höchstmögliche Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Ländern herstellen. Die Statements der Versicherten aus verschiedenen Ländern erfolgten freiwillig. Es handelt sich um persönliche Erfahrungsberichte von Bürgerinnen und Bürgern, nicht um Statements von Digital-Health-Experten. Sie müssen nicht exakt mit der Position der gematik übereinstimmen.

ePA

•    https://health.ec.europa.eu/system/files/2019-02/laws_report_recommendations_en_0.pdf

•    https://www.philips.com/a-w/about/news/archive/future-health-index/articles/20171030-access-electronic-health-records.html

•    https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-51020-0_14/figures/2

•    https://www.inera.se/tjanster/alla-tjanster-a-o/npo---nationell-patientoversikt/

•    Krönke, Christoph; Aichstill, Vanessa: Die elektronische Patientenakte und das europäische Datenschutzrecht, Stiftung Münch (Hrsg), 2021

•    https://www.fascicolosanitario.gov.it/it/3.Modello-architetturale

•    https://health.ec.europa.eu/system/files/2019-02/laws_report_recommendations_en_0.pdf

•    https://health.ec.europa.eu/system/files/2016-11/laws_portugal_en_0.pdf

•    https://www.masante.belgique.be/#/

•    https://www.sundhed.dk/

•    https://www.digilugu.ee/login

•    https://www.kanta.fi/en/citizens

•    https://www.monespacesante.fr/

•    https://myhealth.gr/

•    http://www.cezih.hr/

•    https://pacjent.gov.pl/internetowe-konto-pacjenta

•    https://www.spms.min-saude.pt/2013/08/resumo-clinico-disponivel-no-portal-do-utente-2/

•    https://www.1177.se/Stockholm/

•    https://www.sanidad.gob.es/profesionales/hcdsns/home.htm

•    https://www.bib.irb.hr/1092433

•    https://www.webbeteg.hu/cikkek/pr/21884/gyorsabb-gyogyitas-biztosabb-gyogyulas

•    https://informatics.bmj.com/content/bmjhci/22/4/399.full.pdf

•    https://ehealth-strategies.eu/database/documents/Iceland_CountryBrief_eHS_FinalEdit.pdf

•    https://www.centreforpublicimpact.org/case-study/electronic-health-records-system-uk

•    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6315263/ 

•    https://health.ec.europa.eu/system/files/2016-11/laws_united_kingdom_en_0.pdf

Digitale Identitäten

•    https://web-assets.bcg.com/43/c6/6101a4034a958228b6cce70229e8/bcg-zehn-jahre-elektronischer-personalausweis.pdf

•    https://www.a-trust.at/de/produkte/Qualifizierte_Signaturservices/Handy-Signatur/

•    https://eid.egiz.gv.at/infos/technische-whitepaper/

•    https://ec.europa.eu/digital-building-blocks/wikis/display/EIDCOMMUNITY/Overview+of+pre-notified+and+notified+eID+schemes+under+eIDAS

•    https://www.nhs.uk/nhs-app/nhs-app-help-and-support/

•    https://www.myhealth.belgium.be/#/

•    https://www.itsme-id.com/de-BE/why-itsme

•    https://www.bankid.com/en/privat/om-bankid

•    https://org.frejaeid.com/en/private-eid/

•    https://www.id.ee/en/mobile-id/

•    https://www.id.ee/en/article/smart-id/

•    https://www.mitid.dk/en-gb/

•    https://www.dnielectronico.es/PortalDNIe/

•    https://france-identite.gouv.fr/

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•    https://serwis.epuap.gov.pl/

•    https://www.gov.pl/web/mobywatel

•    https://www.autenticacao.gov.pt/o-cartao-de-cidadao

•    https://www.cartaidentita.interno.gov.it/

•    https://www.eid.hr/

•    https://www.globalgovernmentforum.com/uk-government-must-create-digital-id-super-app-says-top-financier/

•    https://www.princeedwardisland.ca/en/information/health-pei/pei-health-card

•    https://www.gov.uk/government/publications/uk-digital-identity-attributes-trust-framework-updated-version/uk-digital-identity-and-attributes-trust-framework-alpha-version-2

•    https://www.cbc.ca/news/canada/prince-edward-island/pei-emr-electronic-medical-records-pei-delayed-1.6477849

•    https://island.is/en/electronic-id

•    https://www.norden.org/en/info-norden/electronic-id-iceland

 

E-Rezept

•    Befragung des Digitalverbands https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Medikamente-kommen-bei-58-Prozent-der-Verbraucher-aus-der-Online-Apotheke

•    IQVIA https://www.iqvia.com/-/media/iqvia/pdfs/germany/library/publications/iqvia-marktbericht-classic-entwicklung-des-deutschen-pharmamarktes-im-kalenderjahr-2021.pdf

•    BVDVA https://www.bvdva.de/daten-und-fakten

•    https://background.tagesspiegel.de/gesundheit/e-rezept-lernen-von-anderen-eu-staaten

•    https://www.pharmazeutische-zeitung.de/versender-blockieren-egk-loesung-fuer-das-e-rezept-133000/

•    https://www.pgeu.eu/wp-content/uploads/2019/04/Pharmacy-2030_-A-Vision-for-Community-Pharmacy-in-Europe.pdf https://www.eaep.com/uploads/eaep-2021-market-facts-de.pdf?_cchid=adbf7277b6fd6c494f4fdfa022ad5198

•    https://www.eaep.com/uploads/eaep-2021-market-facts-en.pdf?_cchid=c231b4c23a124274c39be5b2c4686aeb

•    https://www.pgeu.eu/wp-content/uploads/2021/07/CED-CPME-EFN-EPF-PGEU-Consensus-Framework-2021.pdf

•    https://www.federfarma.it/Edicola/Ultime-notizie/19-01-2018-12-25-25.aspx

•    https://www.inami.fgov.be/fr/themes/cout-remboursement/par-mutualite/medicament-produits-sante/prescrire-medicaments/Pages/prescriptions-electroniques-sans-dmi-paris.aspx

•    https://www.riziv.fgov.be/fr/themes/cout-remboursement/par-mutualite/medicament-produits-sante/prescrire-medicaments/Pages/dematerialisation-prescription-electronique.aspx

•    https://www.kanta.fi/en/prescriptions

•    https://gnius.esante.gouv.fr/fr/reglementation/fiches-reglementation/e-prescription

•    https://www.makthes.gr/hdika-pano-apo-7-ekat-sintaghes-kai-3-ekat-parapemptika-ekdidontai-kathe-mina-442164

•    https://www.mondaq.com/life-sciences-biotechnology-nanotechnology/950620/exceptional-regime-for-electronic-prescriptions-in-portugal-

•    https://www.smartpatient.eu/blog/6-things-pharma-must-know-about-e-prescriptions-erx-in-germany?gclid=Cj0KCQjwtsCgBhDEARIsAE7RYh3x4rv0rQqL-IN85tFlZLS-IPzvmZC91xxZ4y9MIKF__1NQYFaBPX8aAjSVEALw_wcB

•    https://www.gov.uk/government/news/national-roll-out-of-electronic-prescription-service

•    https://digital.nhs.uk/features/electronic-prescribing-comes-of-age

•    https://www.icelandreview.com/news/electronic-prescriptions-be-used-iceland/

•    https://www.researchgate.net/publication/257787729_E-Prescription_across_Europe

•    https://www-eeszt-gov-hu.translate.goog/hu/erecept?_x_tr_sl=hu&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc

•    https://e--egeszsegugy-gov-hu.translate.goog/erecept-valtozasok1?_x_tr_sl=hu&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=sc