26.01.2026

Welche Effekte hat die TI über die technische Infrastruktur hinaus?

Häufig wird die TI vor allem als technisches Infrastrukturprojekt wahrgenommen. Dabei wirkt sie deutlich über die reine Technik hinaus, wie auch die Ergebnisse des TI-Atlas zeigen: Drei Viertel aller Einrichtungen im Gesundheitswesen nutzen TI-Anwendungen wie das E-Rezept, den digitalen Kommunikationsdienst KIM oder die elektronische Patientenakte (ePA) mittlerweile als tägliche Routine. Die Mehrheit der Einrichtungen gibt zudem an, dass die TI den sektorübergreifenden Informationsaustausch erleichtert und Prozesse effizienter macht.

Ein Blick auf einzelne Anwendungen verdeutlicht den Mehrwert:

  • KIM ermöglicht einen sicheren und sektorenübergreifenden Austausch medizinischer Informationen. Auf KIM basieren u.a. die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU), der Heil- und Kostenplan in Zahnarztpraxen sowie der elektronische Arztbrief.
  • Das E-Rezept spart Zeit und Verwaltungsaufwand, erhöht die Transparenz von Verordnungen, erleichtert die schnelle Einlösung in Apotheken und wird von Versicherten wie Leistungserbringenden als praktisch und sinnvoll bewertet.
  • Die ePA unterstützt die sektorenübergreifende Zusammenarbeit, etwa indem Vertretungsärzte sofort einsehen können, welche Medikamente und Befunde ein Patient zuvor erhalten hat. Auch die elektronische Medikationsliste (eML) in der ePA liefert einen klaren Mehrwert, etwa bei der Vermeidung von Wechselwirkungen. Mehr zu den Erfahrungen, Vorteilen und Mehrwerten für Leistungserbringende und Patient:innen rund um die ePA gibt es auf unserer Themenseite.

Dank dieser Anwendungen zeigt sich, dass die TI nicht nur technische Infrastruktur ist, sondern aktiv dazu beiträgt, den Versorgungsalltag für Patient:innen und Leistungserbringende sicherer, effizienter und vernetzter zu gestalten.