Community-Kommunikation mit dem TI-Messenger

Sabine Haul ist Apothekerin in Hamburg-Bergedorf und erklärt, wie der Austausch über den TI-Messenger in der täglichen Arbeit läuft: 

„Wir haben unterschiedliche Chats und egal, wer von uns einen Bedarf erkennt, kann die anderen anschreiben.“ Die Elefanten-Apotheke ist Teil des Lohbrügger Gesundheitszentrums (LGZ), einer kommunal geförderten Beratungsstelle für die Menschen im Viertel. 

Neben einem Pflegedienst ist auch die niedergelassene Allgemeinmedizinerin Dr. Maren Oberländer in dem Netzwerk engagiert. Sie nutzt den TI-Messenger ebenfalls routiniert und gerne, denn: 

„Also, das ist eine Sache von vielleicht einer Minute maximal, dass man das Problem lösen kann. Wir haben über den Messenger ein Mittel, um Medikamente oder Anforderungen lupenrein vermitteln zu können. Das klappt auch gut.“ 

Austausch in Echtzeit

Der TI-Messenger ermöglicht deutschlandweit schnelle Kommunikation aller Gesundheitsberufe in Echtzeit, beispielsweise Rückfragen zur verordneten Medikation, Informationen über vorliegende Laborbefunde oder Rückrufbitten. Die ersten Anbieter haben bereits eine Zulassung der gematik für ihre TI-Messenger erhalten. Alle greifen dabei auf ein gemeinsames bundesweites Adressbuch zurück, in dem sich mit wenigen Klicks die gesuchten Kontaktdaten finden, zum Beispiel von Krankenhäusern, Arztpraxen oder Apotheken finden. 

Zeitgewinn in der Versorgung

Ein sicheres Verfahren und ein deutlicher Zeitgewinn in der Versorgung der Patientinnen und Patienten. Das überzeugt auch Christian Heine vom Träger des LGZ:

„Das beschleunigt die Kommunikation sehr und sie ist eben verbindlich, weil sie dokumentengestützt passiert. Es gibt keine Missverständnisse, was man falsch verstanden hat, sondern man kann direkt eins zu eins kommunizieren – und das ist ein Riesengewinn.“

Christian Heine

Bestmöglich kurzfristig versorgt – ganz ohne Telefonat

Apothekerin Haul erzählt, wie das im Alltag aussieht: „Beispielsweise kommt ein Patient vorbei, der frisch aus dem Krankenhaus entlassen wurde und bei dem wir erkennen, dass er alleine zu Hause nicht klarkommen wird. Da kann ich den Entlassbrief direkt mit dem Messenger abfotografieren, kann das weiterleiten an die anderen im Gesundheitszentrum, und dann wird ein Hausbesuch vereinbart, damit die Community Health den Patienten besuchen kann. Dann kann besprochen werden, was der Patient am dringendsten braucht. Die Ärztin kann sich den Entlassbrief ansehen und neue Medikamente verordnen. Und wir in der Apotheke können sagen, wir liefern die Medikamente heute Nachmittag. So können wir praktisch auskommen, ohne zu telefonieren und uns über einen Patienten austauschen, der dann bestmöglich versorgt wird.“

Der TI-Messenger in der Praxis

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Großer Schritt auch für Patientinnen und Patienten

„Wenn die Akteure alle direkt miteinander zusammenarbeiten können über den TI Messenger, führt es ein zu einer sicheren geschützten Kommunikation“, bestätigt Christian Heine. Die Zusammenarbeit werde dadurch schneller, sicherer und unmittelbarer. Das schließe auch die Patientinnen und Patienten ein, betont Sabine Haul: „Sie haben auch die Möglichkeit, in ihrer Krankenkassenapp selbst den Messenger zu nutzen. Dann können sie uns als Apotheke direkt anschreiben, auch wenn Fragen sind zum Beispiel. Der TI-Messenger ist deswegen auch ein großer Schritt für die Patienten.“ 

Super vernetzt

Und Ärztin Oberländer ergänzt: „Man kann ja auch über die Ebenen dann noch Berichte einscannen oder Briefe austauschen. Da sind ja viele Variationen möglich. Insofern ist das ein super Programm, um weitläufig unter vielen Parteien ein Netzsystem aufzubauen.“

Stand: Oktober 2026