„Mich hat fasziniert, wie schnell man so viele Unterlagen auf einem Fleck hat. Bisher mussten wir ganze Akten durchsuchen, um wichtige Informationen zu bekommen. Mit der ePA geht das viel schneller!“
Ebru Lüleci
Ebru Lüleci ist Pflegeprozesskoordinatorin im Stadtdomizil in der Hamburger Schanze. Es ist das erste von insgesamt elf Pflegedomizilen der Frank Wagner Holding in der Hansestadt. Das Haus nutzt seit einigen Wochen in allen Wohnbereichen die elektronische Patientenakte und auch KIM-Mail. Sowohl die ePA als auch der Kommunikationsdienst sind digitale Anwendungen der Telematikinfrastruktur (TI) fürs Gesundheitswesen.
Spart Verwaltungsaufwand und Zeit
Die Pflege ist neben dem ambulanten und dem stationären Versorgungsbereich seit rund einem Jahr Teil der TI-Familie. So lange etwa ist auch das Stadtdomizil an die TI angebunden. Der Austausch mit anderen Akteuren der Versorgung kann damit sicher und effizient digital erfolgen. Das entlastet beim Verwaltungsaufwand und spart Zeit. Zugute kommt das den Pflegebedürftigen.
Schnelles Handling mit einem Klick
Das spürt auch Gesundheits- und Krankenpflegerin Andrea Litfin-Schwarz. Sie ist Wohnbereichsleiterin im Stadtdomizil. „Wir können viel schneller reagieren und damit den Patientinnen und Patienten besser helfen.“ Sie erklärt, wie das funktioniert: „Wir stellen die Tabletten einmal in der Woche zusammen. Dann sehen wir, was fehlt und was wir brauchen. Früher haben wir den Medikationsbedarf immer auf Papier geschrieben und das dann an die Ärzte gefaxt. Jetzt füllen wir mit einem Klick den Warenkorb und schicken die Bestellung per KIM-Nachricht an den Hausarzt, der dann direkt sieht, welche Rezepte wir brauchen.“
Effiziente Hilfe für die Pflegebedürftigen
Hausarzt Malte Harder besucht gerade die Pflegeeinrichtung und bestätigt das: „Ich habe es gerade eben auf dem Wohnbereich besprochen: Die Wohnbereichsleitung sagte mir, sie habe wegen eines Patienten heute früh schon ein paar Mal per KIM hin und her gemailt. Das ist einfach ein schnellerer Ablauf – schneller und effizienter für die Bewohnerinnen und Bewohner.“ Deren elektronische Patientenakten hat er befüllt. „Wenn ich dann jetzt bei einem Patienten Blut abnehme und die Laborergebnisse in die ePA einstelle, können andere Fachrichtungen die Werte sehen, aber auch beispielsweise das Krankenhaus, in das der Patient kommt.“
Transparenter und nachvollziehbarer
Die vernetzte Kommunikation der Akteure ist auch für Nicolas Della Seta von der heimversorgenden Apotheke der entscheidende Mehrwert: „Arzt, Apotheke und Pflegeeinrichtung: Wir alle denken an die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner, drehen an denselben Stellschrauben und sprechen über dieselben Themen. In der digitalen Welt mit der elektronischen Patientenakte und dem digital gestützten Medikationsprozess lässt sich das transparenter darstellen. Wir können die einzelnen Schritte für alle Beteiligten viel nachvollziehbarer darlegen.“
KIM und die ePA in der Pflege – Mitarbeitende erzählen
Nicht kompliziert
Pflegerin Andrea Litfin-Schwarz will auch andere Pflegeeinrichtungen ermutigen, ePA und KIM zu nutzen: „Man muss keine Angst haben, dass vielleicht irgendetwas schief geht und die Umstellung kompliziert ist. Denn das ist es nicht. Man muss sich halt einfach damit beschäftigen. Die Veränderung ist auf jeden Fall gut und sie wird im Team gut angenommen.“
Schnelles Handling mit einem Klick
Für die Anwendungsbetreuung und Datenschutzkoordination in der Frank Wagner Holding ist Tina Eisberg zuständig. Sie findet, dass sich die Mühe lohnt, die digitalen Anwendungen in die Abläufe zu integrieren: „Ich würde schon sagen, dass man sich am Anfang ein bisschen durchbeißen muss. Aber wenn man es dann geschafft hat, dann ist das eine wirkliche Arbeitserleichterung im Alltag.“
Tina EisbergStand: Oktober 2026
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