15.04.2026 | ePA

Ein Jahr „ePA für alle“: Mehr als 100 Millionen hinterlegte Dokumente verbessern Behandlung und Versorgung in Deutschland

Weitere Mehrwerte für Patient:innen und Leistungserbringende in Planung

Vor einem Jahr startete die Einführung der elektronischen Patientenakte in Deutschland. In vielen Gesundheitseinrichtungen ist die ePA mittlerweile Teil der Behandlung: Im Schnitt werden wöchentlich mehr als 21 Millionen Abrufe von Medikationslisten verzeichnet. Insgesamt haben Behandelnde mittlerweile mehr als 100 Millionen Dokumente (Befunde, Laborberichte, Arztbriefe) eingestellt.

„Die Zahlen zeigen, dass die ePA bundesweit in der Versorgung genutzt wird. Die eingestellten Daten und Dokumente unterstützen tagtäglich die Behandlung und Therapie-Entscheidungen. Das ist ein wichtiger Fortschritt für die Versorgung und die Digitalisierung des Gesundheitswesens. Mit der Einführung der ePA holen wir im europäischen Vergleich entscheidend auf. Auch wenn viele andere europäische Länder bereits seit Jahren mit einer ePA arbeiten, brauchte es auch dort Zeit, bis Routine und Akzeptanz erreicht wurden“, zieht Dr. Florian Fuhrmann, Vorsitzender der gematik-Geschäftsführung, Bilanz. Ein Blick in Nachbarländer wie Österreich, Frankreich oder Italien bestätigt, dass eine so umfassende Transformation nicht auf Knopfdruck geht, sondern entsprechend Zeit in Anspruch nimmt. 

Während beispielsweise (Zahn-) Arztpraxen und Apotheken die ePA bereits in ihre Abläufe integriert haben, läuft in Krankenhäusern z. T. noch die Umstellung. Grund dafür ist die komplexere technische Infrastruktur. Die Anpassung der Prozesse dauert länger als in kleineren Einrichtungen. Die Nutzung der ePA nimmt aber auch hier zu. Während Anfang Oktober 2025 ca. 2000 Dokumente wöchentlich von Krankenhäusern eingestellt wurden, waren es in der letzten Woche bereits mehr als 90.000.

Versicherte können ihre Daten in der ePA über die App ihrer Krankenkasse aktiv verwalten. Für den Einblick in ihre Gesundheitsdaten brauchen sie die GesundheitsID. Die Zahl der registrierten GesundheitsIDs liegt mittlerweile bei 5,1 Millionen. „Wichtig ist: Die ePA schafft mit einem standardisierten Überblick an Daten und Befunden einen diskriminierungsfreien Zugang zur Versorgung. Davon profitieren alle, auch ohne die aktive Nutzung durch den Patienten. Die Medikationsliste hilft z. B. Wechselwirkungen vorzubeugen. Die Einrichtungen, bei denen ich in Behandlung bin, haben einen besseren Überblick vorangegangener Untersuchungen oder auch Vorerkrankungen. Jeder Befund und jedes Dokument, das in die ePA gestellt wird, unterstützt die Behandlung“, betont Florian Fuhrmann. 

Die ePA wird als Herzstück der modernen Versorgung Schritt für Schritt weiter ausgebaut. Im Mittelpunkt stehen Nutzersicht und Mehrwert für Behandelnde und Patient:innen. Dazu finden verschiedene Austausch- und Dialogformate statt. Dieses Jahr startet die Umsetzung weiterer Funktionen: 

  • die Erweiterung des digital gestützten Medikationsplans inkl. strukturierter Dosierangaben, 

  • die Einführung einer Volltextsuche und Push-Benachrichtigungen für Versicherte in ihrer ePA-App, 

  • die Datenausleitung zu Forschungszwecken.
     

Ein Jahr "ePA für alle" in Zahlen

  • Insgesamt haben die Krankenkassen in Deutschland ca. 73 Millionen Akten für ihre Versicherten angelegt. 

  • Wöchentlich werden im Schnitt mehr als 21 Millionen Abrufe von Medikationslisten verzeichnet. 

  • Die Befüllung schreitet voran: Allein im Februar und März gab es knapp 25 Millionen Dokumenten-Uploads. Die Gesamtzahl seit Start der ePA liegt bei mehr als 100 Millionen (Stand: 13.04.). Davon entfällt knapp mehr als die Hälfte auf medizinische Befunde und Berichte, gefolgt von elektronischen Arztbriefen. Mittlerweile sind auch mehr als 5,5 Millionen Zahnbonushefte über die ePA abrufbar. 

  • Die Zahl der Dokumenten-Downloads seit ePA-Start liegt bei mehr als 37,4 Millionen

  • Bis zu 93.000 (Zahn-) Arztpraxen greifen wöchentlich auf die ePA ihrer Patient:innen zu (im Vergleich dazu: Anfang Oktober 2025 waren es knapp 84.000). 

  • Die Zahl der registrierten GesundheitsIDs beträgt 5,1 Millionen

  • Um die ePA zu nutzen, müssen Einrichtungen mit der Telematikinfrastruktur (TI) verbunden sein. Durchschnittlich waren die Aktensysteme der ePA – die zentralen technischen Komponenten, auf denen die Versichertendaten gespeichert sind – seit Einführung zu 99,9 Prozent verfügbar. Auftretende Beeinträchtigungen liegen demnach nicht an der ePA selbst, sondern am komplexen Zusammenspiel in der TI. Die Steigerung der Betriebsstabilität ist ein entscheidendes Ziel bei der Weiterentwicklung zur TI 2.0. 

(Stand: 13.04.2026) 

Weiterführende Links: 

Aktuelle Zahlen
https://www.gematik.de/telematikinfrastruktur/ti-dashboard 

Statements zur Nutzung 
https://www.gematik.de/anwendungen/epa-fuer-alle/erfahrungen-nutzung 
 
Impulspapier ePA-Stakeholderdialog 
https://www.gematik.de/newsroom/news-detail/epa-fuer-alle-gemeinsame-impulse-fuer-die-weiterentwicklung 

https://www.gematik.de/media/gematik/Medien/Ueber_uns/Dokumente/gematik_Impulspapier_ePA-Stakeholderdialog.pdf