15.04.2026 | News

Spezifikation für Health Device Data Transfer veröffentlicht

Die gematik hat die Spezifikation für den Health Device Data Transfer (HDDT) veröffentlicht. HDDT ist eine Schnittstelle zwischen Hilfsmitteln (z. B. Blutzuckermessgeräten und Blutdruckmessgeräten) sowie Implantaten und digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) nach Paragraph 374a SGB V.

HDDT ermöglicht die standardisierte Übertragung von Gesundheitsdaten von Patient:innen aus ihren verordneten Hilfsmitteln oder Implantaten an eine von ihnen genutzte und im DiGA-Verzeichnis gelistete Anwendung. Die Datenübertragung erfolgt pseudonymisiert und bedarf der Zustimmung der Patient:innen.

Nutzt eine Patientin oder ein Patient beispielsweise ein Blutdruckmessgerät in Kombination mit einer verordneten DiGA, können mithilfe von HDDT patientengenerierte Daten automatisiert in die DiGA übertragen und für die Behandlung genutzt werden. Dadurch entsteht die Grundlage für ein individuell ausgerichtetes, auf den aktuellen Gesundheitszustand zugeschnittenes Versorgungsangebot.

Gleichzeitig können die erfassten Daten weiterverarbeitet werden – etwa indem ein Therapiebericht erstellt und in die elektronische Patientenakte (ePA) der Versicherten übermittelt wird. So haben künftig nicht nur behandelnde Ärztinnen und Ärzte einen Überblick über wichtige medizinische Informationen, sondern auch weitere an der Versorgung beteiligte Akteure.

Die Spezifikation umfasst die technischen Vorgaben für das Diabetes-Selbstmanagement, das Blutdruckmonitoring und die Lungenfunktionsmessung und ist die Basis für die Umsetzung durch Hilfsmittel-Hersteller, die den Health Device Data Transfer bis Anfang 2028 in ihren Produkten implementieren müssen. 

Weitere Infos zu DiGA: https://www.gematik.de/anwendungen/diga

Weitere Infos zur Spezifikation: https://gemspec.gematik.de/ig/fhir/hddt/latest