19.06.2026 | Telematikinfrastruktur

Gesellschafter der gematik beschließen nächste Schritte zur Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur

Die Gesellschafter haben die gematik beauftragt, einen Fahrplan für die Modernisierung der Telematikinfrastruktur (TI) zu erstellen. Zentrale Bausteine der TI sollen künftig gebündelt und einheitlich bereitgestellt werden, anstatt sie wie momentan parallel zu entwickeln und zu betreiben. 

Die Telematikinfrastruktur ist das digitale Rückgrat des Gesundheitswesens – für die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept und eine sichere Kommunikation. Damit sie auch bei wachsender Nutzung, durch weitere Anwendungen und neue Nutzergruppen zuverlässig funktioniert, muss sie technisch vereinfacht und in der Verantwortung klarer aufgestellt werden.

Wie sieht die Weiterentwicklung der TI aus? 

Für die TI soll eine souveräne Plattform-Architektur auf Open-Source-Basis aufgebaut werden. Geplant ist u. a., dass Fachdienste wie das E-Rezept auf eine gemeinsame, leistungsfähige Plattform zugreifen, statt auf jeweils vollständig eigene technische Infrastrukturen.

Die Cloud dient dabei als flexible und sichere Betriebsumgebung. Für die Anwendungen mit direktem Kontakt in die Versorgung – etwa Softwaresysteme oder Kassen-Apps – entsteht so eine einheitliche Basis, die Wettbewerb und Innovation in Deutschland stärkt. 
Voraussetzung dafür ist der beschleunigte Übergang zur TI 2.0. Das bedeutet: weniger Spezialhardware, mehr mobile Nutzung, digitale Identitäten und moderne Sicherheitsstandards. Die Umstellung läuft bereits und erfolgt weiter schrittweise. Die Nutzenden profitieren dadurch von einer leistungsstärkeren TI, die den modernsten Sicherheitsanforderungen entspricht.

Im nächsten Schritt wird die gematik mit Gesellschaftern und Partnern den konkreten Umsetzungsplan erarbeiten, der sowohl die beschleunigte Umstellung auf die TI 2.0 als auch den Aufbau der Plattform beinhaltet.