28.05.2026 | News

3 Fragen an Steffi Neumann, Head of KIG

Steffi Neumann, Head of KIG © Jan Pauls/gematik

Du verantwortest im Kompetenzzentrum für Interoperabilität im Gesundheitswesen (KIG) die Konformitätsbewertung – was genau steckt dahinter?

Wir im KIG takten, fördern und fordern Interoperabilitätsstandards. So sorgen wir dafür, dass unterschiedliche Primärsysteme überhaupt zusammenarbeiten können, also Daten strukturiert austauschen und korrekt verarbeiten können.

Die Konformitätsbewertung (KOB) stellt sicher, dass diese Standards auch tatsächlich eingehalten werden. Wir prüfen, ob Primärsysteme die Anforderungen erfüllen und damit für den Einsatz in der Versorgung autorisiert sind.

Welche Rolle spielt die Konformitätsbewertung für die „ePA für alle“?

Mit der „ePA für alle“ ist die Konformitätsbewertung in die Umsetzung gegangen. In der ersten KOB-Runde mussten Hersteller nachweisen, dass ihre Systeme die elektronische Medikationsliste korrekt umsetzen.

Das ist erst der Anfang: Für weitere ePA-Features werden weitere KOB-Verfahren folgen. Wer den Prozess erfolgreich durchläuft, erhält ein Zertifikat und wird auf der Positivliste geführt. So wird transparent, welche Primärsysteme ePA-ready sind.

Du begleitest Hersteller, Einrichtungen und Politik in diesem Prozess. Und wer digitalisieren will, braucht Planungssicherheit. Kommt die KOB diesem Wunsch entgegen?

Ja, denn der Prozess ist transparent aufgesetzt und wir gestalten den Dialog aktiv. Die Anforderungen sind klar definiert, nachvollziehbar und wir stehen im engen Austausch mit allen Beteiligten.

So können Hersteller, medizinische Einrichtungen und politische Akteure ihre Digitalisierungsprojekte fundiert planen und umsetzen. Gleichzeitig entwickeln wir die nächsten KOB-Themen kontinuierlich weiter, die sich an nationalen und europäischen Vorgaben orientieren. Auch das schafft langfristige Verbindlichkeit.