09.04.2026 | News

3 Fragen an Paul Laufer, Product Group Director – Anwendungen

Welche Rolle hast du bei der gematik und was macht sie besonders?

Ich bin Product Group Director für den Bereich Anwendungen. Man kann sich das wie einen Dirigenten für das digitale Orchester im Gesundheitswesen vorstellen: Mein Job ist es, dass Anwendungen wie die ePA, das E-Rezept oder KIM gut zusammenspielen.

Ich arbeite eng mit unseren Product  Ownern zusammen, die die Teams hinter den Anwendungen leiten und mit viel Herzblut deren Zusammenspiel sowie deren kontinuierliche Weiterentwicklung gestalten. Dabei schauen wir natürlich auch über Deutschland hinaus, denn ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist es, die sichere Nutzung von Gesundheitsdaten und Rezepten auch auf europäischer Ebene zu ermöglichen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich, weil ich an der Schnittstelle von Strategie, Politik und Technik tätig bin und die Weiterentwicklung unserer Anwendungen begleite. Das heißt: Ich setze Leitplanken und priorisiere neue Features mit unseren Gesellschaftern wie dem Bundesministerium für Gesundheit und den Nutzenden der TI. Die Umsetzung liegt bei unseren Produktteams, die daraus konkrete, nutzerfreundliche Lösungen entwickeln.

Woran arbeitest du gerade konkret?

Aktuell steht die ePA für alle im Fokus: Ziel ist es, dass sie in Praxen und Kliniken leicht zu nutzen ist und einen echten Versorgungsnutzen bietet. Parallel entwickeln wir das E-Rezept weiter und treiben die E-Überweisung voran, um weitere papierbasierte Prozesse abzulösen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der TI-Messenger, der eine schnelle und sichere Kommunikation im Gesundheitswesen ermöglicht – egal, ob im Büro oder unterwegs.

Im Kern geht es immer darum, durch die Digitalisierung im Gesundheitswesen Prozesse im Alltag zu vereinfachen und die Versorgung für Patient:innen sowie medizinisches Personal nachhaltig zu verbessern.