Häufig gestellte Fragen und Antworten

Nach welchen Kriterien wurde die Reihenfolge und Anzahl der startenden Länder/ Regionen bestimmt?

Über die Regionen hatten sich Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Deutscher Apothekerverband (DAV) und deren regionale Leistungserbringerorganisationen bereits im Vorfeld der Gesellschafterbeschlussfassung abgestimmt. Entscheidungskriterien waren:

  • Die Zusage, dafür bereit zu sein und aktiv unterstützen zu können
  • Ein bereits vorhandener überdurchschnittlicher Ausstattungsgrad, insb. aufgrund bereits etablierter Testcluster, ist ein Faktor für die Startregionen Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein gewesen
  • Sowohl ländliche als auch städtische Strukturen sollten zum Beginn der verpflichtenden Nutzungsphase eingebunden werden
Wann genau beginnt die Einführung des E-Rezepts in den medizinischen Einrichtungen der ersten KV Regionen? Wann in den anderen?

Die stufenweise Einführung startet in den Pilot-Praxen und -Krankenhäuser der 2 Regionen am 1.9.2022 mit dem Ziel, die Überführung in eine Routine zu etablieren, um so schnellstmöglich die Flächenabdeckung zu erreichen. D. h. in Westfalen-Lippe und Schleswig-Holstein wird das E-Rezept mehr und mehr (hochlaufend) in den Versorgungsprozess integriert. Die nächsten Schritte der stufenweisen Einführung werden von den Gesellschaftern zeitnah festgelegt. Stand heute ist angedacht, drei Monate später - nachdem die Gesellschafter den Erfolg der ersten Stufe beschlossen haben - in diesen beiden Regionen verpflichtend und in sechs weiteren Bundesländern sukzessive die Einführung umzusetzen.

Wie viele Regionen folgen dann gleichzeitig der Einführung?

1. Stufe: 2 Länder bzw. KV-Regionen

2. Stufe: 6 Länder bzw. KV-Regionen

3. Stufe: 9 Länder bzw. KV-Regionen

Wie lange wird es nun dauern, bis in allen Regionen das E-Rezept genutzt wird?

Bis zur verbindlichen Einführung des E-Rezeptes sind die medizinischen Einrichtungen in allen Regionen angehalten, von der Möglichkeit der E-Rezept-Ausstellung Gebrauch zu machen. Dies ist auch außerhalb der benannten und im Fokus stehenden Regionen möglich und angeraten. Wir gehen davon aus, dass die Einführung bis zum Frühjahr 2023 abgeschlossen sein wird.

Was passiert, wenn Probleme in den ersten Ländern auftreten? Erfolgt dann eine Verschiebung der Folgetermine?

Dann erfolgt das Verfahren analog zu bisheriger bundesweiter Testphase: Probleme werden gemeinsam von der gematik, ihren Gesellschaftern und den beteiligten Industriepartnern bewertet, Maßnahmen definiert und die Probleme beseitigt.

Es ist von Anreizen für die teilnehmenden Einrichtungen die Rede. Wie kann man sich das vorstellen?

Die gematik wurde von den Gesellschaftern beauftragt zu prüfen, ob und welche Anreizsysteme zur Teilnahme an der Stufe 1 kurzfristig etabliert werden könnten, um schnellstmöglich sowohl weitere Regionen zu gewinnen als auch die für den Phasen-/Regionsübergang gesetzten Ziele zu erreichen. Die gematik wird dazu Vorschläge unterbreiten, über die die Gesellschafter anschließend innerhalb von zwei Wochen entscheiden.

Was passiert, wenn Versicherte in einem Bundesland einen Arzt aufsuchen, der das E-Rezept nutzen muss, das Rezept allerdings in einem Bundesland einlösen möchten, in dem das E-Rezept noch nicht verpflichtend ist.

Ab dem 1. September werden die Apotheken in ganz Deutschland elektronische Rezepte annehmen. Die E-Rezept App und die Website www.das-e-rezept-fuer-deutschland.de informieren die Versicherten darüber, welche Apotheken E-Rezepte schon heute annehmen können.

Was passiert, wenn Versicherte in einem Bundesland einen Arzt aufsuchen, der einen rosa Zettel (Muster 16) ausstellt, das Rezept allerdings in einem Bundesland einlösen möchten, in dem das E-Rezept bereits verpflichtend ist. Gilt dort das Muster16 weiter?

Das Muster 16 ist weiterhin als Ersatzverfahren für die Verordnung apothekenpflichtiger Arzneimitteln zu verwenden, sofern technische Umstände die Nutzung des E-Rezeptes nicht ermöglichen. Daher werden alle Apotheken auch weiterhin Muster 16 annehmen. Für weitere Verordnungstypen wie Sprechstundenbedarf oder Hilfsmittel hat das Muster 16 auch in den kommenden Jahren noch seine bisherige Bedeutung und ist zu verwenden.

Gilt der rosa Zettel (Muster 16) weiter?

Als Ersatzverfahren für apothekenpflichtige Arzneimittel und für sonstige Verordnungszwecke wird das Muster 16 weiterhin verwendet.

Was genau sind die Qualitätskriterien?

Zu den Qualitätskriterien für die aktuell laufende bundesweite Testphase gehören:

  • Ein hoher Anteil der PVS-/ZPVS/-AVS-Systeme hat bereits E-Rezepte ausgestellt
  • Hohe nachgewiesene Verfügbarkeit der zentralen Dienste (Fachdienst E-Rezept und IDP)
  • Alle Krankenkassen müssen das E-Rezept annehmen können
  • Es existieren keine abrechnungsverhindernden Gründe für E-Rezepte
  • Es werden keine schweren Fehler festgestellt
  • 30.000 E-Rezepte müssen abgerechnet (! – nicht eingelöst oder ausgestellt) worden sein

 

Ist abzusehen, wann alle Kriterien davon erfüllt sein werden? Wie kommt der 1.9.2022 zustande?

Basis für den genannten 1.9.2022 ist die Hochrechnung der aktuellen Zahlen eingelöster E-Rezepte plus eingepreister Abrechnungsdauer von vier bis acht Wochen. Die 30.000 E-Rezepte werden voraussichtlich im Laufe des Juni 2022 dispensiert und dann im Juli abgerechnet. Eine Bewertung der Qualitätskriterien der bundesweiten Testphase erfolgt dann spätestens im August, rechtzeitig vor dem 01.09.2022.

Was passiert, wenn bis zum 1. September noch nicht alle Qualitätskriterien erfüllt sind? Verschiebt sich dann der Start und auch die weiteren Start-Termine?

Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass die Qualitätskriterien Anfang September noch nicht erreicht sind; Ende Juli/Anfang August haben wir darüber auch Gewissheit.

Sollten nicht die Qualitätskriterien den Start für die Einführung bestimmen? Warum werden Termine genannt, obwohl die Qualitätskriterien noch nicht erfüllt sind?
  • Der Anteil der Systeme welche E-Rezepte bereits erfolgreich erstellt haben liegt bei über 80% (bezogen auf die, die auch die erforderliche KBV-Zertifizierung haben)
  • Die Verfügbarkeit der zentralen Dienste liegt seit Jahresbeginn bei 99,99% und somit über den von der Gesellschafterversammlung beschlossenen 99,9%.
  • Alle Kassen haben über den GKV bestätigt, E-Rezepte zur Abrechnung annehmen zu können. Die Mehrheit der Kassen haben dies auch bereits getan (Stand Ende April für die Abrechnungen von E-Rezepten des Monats März).
  • Schwere offenen Fehler gibt es nicht.
  • Grundsätzlich lässt eine Hochrechnung anhand dieser aktuellen Zahlen den Schluss zu, dass die Qualitätskriterien absehbar Ende Juli 2022 erfüllt sein werden. (Siehe auch 2.)
  • Das Datum gilt als Orientierungsmarke und, um Klarheit über den Starttermin für die stufenweise Einführung zu schaffen
Sind (Zahn-)Ärzte in den Regionen verpflichtet, E-Rezepte auszustellen?

Grundsätzlich sollten alle Krankenhäuser und Praxen bereits jetzt anfangen, sich auf das E-Rezept vorzubereiten. Der stufenweise Rollout hat zum Ziel das E-Rezept in eine Routine zu überführen, um eine schnellstmögliche Flächendeckung zu erreichen. Bis zum Start der verbindlichen Nutzung des E-Rezeptes sind alle Leistungserbringer angehalten, von der Möglichkeit der E-Rezept-Ausstellung Gebrauch zu machen. Nichtsdestotrotz besteht keine explizite Pflicht für die Ärzte in der ab September festgelegten benannten Region 1 E-Rezepte auszustellen.

Wie verhält es sich mit der Verschreibung von Zytostatika?

Der Prozess der Verordnungen von Zytostatika und damit verbundener Begleitmedikation wird von der geplanten verpflichtenden Nutzung des E-Rezepts ausgenommen und in einem unabhängigen Verfahren getestet. Die Anpassungen am Fachdienst und in den Softwaresystemen der Ärzte, Apotheken und insbesondere der Krankenhäuser werden derzeit vorgenommen und zunächst in einer Testumgebung geprüft. Ab Ende 2022 wird voraussichtlich die separate Testphase starten.

Wird es Anreizsysteme für die teilnehmenden Ärzt:innen bzw. Einrichtungen geben?

Die gematik wird prüfen,ob und welche Anreizsysteme zur Teilnahme an der Stufe 1 kurzfristig etabliert werden können und diese mit den Gesellschaftern abstimmen.

Wird es ein gesondertes Supportsystem für die Einführung geben?

Die etablierten Regelprozesse mittels der bereitstehenden Supportstrukturen gelten weiterhin. Für die Leistungserbringer sind dies gemäß deren vertraglichen Vereinbarungen ihre VPN-Zugangsdienst-Anbieter sowie Dienstleister vor Ort (DVO).

Ab wann gibt es das E-Rezept?

Ab 1. September 2022 werden die Apotheken in ganz Deutschland elektronische Rezepte annehmen. In Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe werden in Pilot-Praxen und -Krankenhäusern dann hochlaufend zu einem flächendeckenden Verfahren E-Rezepte ausgestellt. Die nächsten Schritte der stufenweisen Einführung werden von den Gesellschaftern zeitnah festgelegt. 

Stand: 01.06.2022

Wie können die Nutzerzahlen der App erhöht werden?

Wir arbeiten daran, eine weitere Anmeldemöglichkeit mit der App der Krankenkasse zu ermöglichen – als Vorstufe der digitalen Identität.

Welche Qualitätskriterien gibt es in der Testphase – abgesehen von mindestens 30.000 erfolgreich abgerechneten E-Rezepten?

Es müssen ausreichend viele PVS, ZPVS, KIS und AVS an der Testphase teilnehmen, es braucht eine hohe Verfügbarkeit der zentralen Dienste, alle Kassen müssen E-Rezepte annehmen können, es darf keine abrechnungsverhindernden Gründe für E-Rezepte und keine schweren offenen Fehler geben.

Wo sehen Versicherte bzw. Arztpraxen, welche Apotheke E-Rezept-ready ist?

Arztpraxen oder die Versicherten selbst können in der E-Rezept-App der gematik schauen, welche Apotheke bereits E-Rezept-ready ist.

Wie kann ein Krankenhaus an der Testphase teilnehmen, ohne eine Partnerapotheke zu haben?

Es ist keine konkrete Partnerapotheke notwendig, um an der Testphase teilzunehmen. Es kann lediglich hilfreich sein, zum Start den Prozess gemeinsam mit einer Apotheke zu erproben.

Wird es für Krankenhäuser auch eine Testphase geben?

Mit dem Entlassrezept können Krankenhäuser bereits starten, wenn ihr Systemanbieter dies unterstützt (https://www.ti-score.de/e-rezept/krankenhaeuser). Rezepturen und Zytostatika werden voraussichtlich ab Ende 2022 umgesetzt und dann auch in einer Pilotierung getestet.

Können auch Pflegeheime an der Testphase teilnehmen?

Grundsätzlich können auch Pflegeheime in der Testphase E-Rezepte nutzen. Allerdings hat die Pflege laut SGB V § 361 keine Zugriffsrechte auf E-Rezepte. Das Rezeptmanagement in der Pflege lässt sich aber trotzdem mit dem Ausdruck vereinfachen. Wir arbeiten zudem an einfachen KIM-Nachrichten, die eine Automatisierung in der Pflege, Arztpraxen und Apotheken zusätzlich vereinfachen können.

Wie komme ich an Mitarbeiter-Schulungen meines Systemanbieters?

Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Hersteller nach Schulungsmaterialien. Allgemeine Informationen und Hilfestellungen finden Sie auch in der Mediathek der gematik: https://www.gematik.de/newsroom/mediathek

Wie wird verhindert, dass der Ausdruck des E-Rezepts kopiert oder bearbeitet wird?

Der Ausdruck kann kopiert oder auch mehrfach gedruckt werden. Jedes E-Rezept kann aber nur einmal eingelöst werden. Der Ausdruck allein berechtigt nicht zur Abgabe des Medikaments und ist kein rechtsgültiges Dokument. Die Apotheke scannt den Rezeptcode und kann sehen, ob dieses Rezept bereits eingelöst wurde. Das E-Rezept ist fälschungssicher vom Arzt signiert und kann nicht bearbeitet werden.

Wie viele E-Rezepte wurden bisher retaxiert?

Bisher sind uns keine E-Rezepte bekannt, bei denen die Krankenkassen die Zuschläge oder Erstattungen aufgrund technischer oder formaler Gründe verweigert hat. (Stand: 05.04.2022)

Warum arbeitet in der Testphase jeweils eine Arztpraxis mit einer bestimmten Apotheke zusammen?

Es kann im Rahmen der Testphase hilfreich sein, den Prozess anhand der Anleitung für das Test-E-Rezept mit einer nahegelegenen Apotheke zu durchlaufen und so gemeinsam Sicherheit im Umgang mit E-Rezepten zu gewinnen. Die Versicherten haben natürlich auch beim E-Rezept die freie Apothekenwahl.

Wie viele Apotheken sind bundesweit bereits wirklich und belastbar E-Rezept-fähig?

Laut Auskunft des Deutschen Apothekerverbands sind nach Eigenaussage der Apotheken 23 Prozent E-Rezept-ready. Technisch ausgestattet sind sogar ca. 40–50 Prozent (Stand: 30.03.2022), aber noch haben nicht alle Apotheken ihr Personal geschult und im Verbändeportal der Apotheker das E-Rezept-Ready-Flag aktiviert.

Wann genau wird das E-Rezept für die E-Rezept-App kommen?

Es ist bereits möglich, E-Rezepte mit der E-Rezept-App der gematik zu empfangen und einzulösen.

Wie testet die gematik die Belastbarkeit der TI? Was passiert, wenn es zum Beispiel an einem Tag mehr als zehn Millionen Zugriffe auf die TI gibt?

Mit Lasttests haben wir dies bereits mehrfach mit 20 Millionen E-Rezepten an jeweils einem Vormittag simuliert. Das ist weit mehr, als tatsächlich zu erwarten ist (bislang maximal vier bis fünf Millionen E-Rezepte pro Tag). Den Hochlauf der Zahlen analysiert die gematik sehr genau, um mit Blick auf die Betriebsstabilität bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.

Wann ist mit dem E-Rezept für digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) zu rechnen?

Nach der aktuellen Planung wird es die elektronische DiGA-Verordnung ab 2024 geben.

Stand: 11.04.2022

Werden Betäubungsmittelrezepte (BTM) zukünftig auch als E-Rezept ausgestellt?

BTM-Rezepte sind aktuell noch keine E-Rezepte. Das ist eine weitere Ausbaustufe, die in den nächsten Jahren verfügbar sein wird.

Wäre es nicht sinnvoller, das E-Rezept in der ePA zu integrieren, damit die Versicherten nicht so viele Apps benötigen und die Identifizierung leichter ist?

Der Gesetzgeber hat auf eine eigenständige Anwendung Wert gelegt und unterstützt damit die freie Entscheidung der Versicherten für oder gegen eine ePA. Die Identifizierungsmöglichkeiten der ePA werden vom E-Rezept nach und nach übernommen. Ab 2023 wird es für das E-Rezept und die ePA auch elektronische Identitäten (eIDs) geben.

Stand: 11.04.2022

Sind unter den E-Rezepten, die das TI-Dashboard dargestellt, auch bereits abgerechnete? Oder bildet das Dashboard nur die Ausstellung von E-Rezepten ab?

Das Dashboard zeigt die dispensierten E-Rezepte nach Abgabe, also diejenigen, die die Apotheke ausgegeben hat, die aber noch nicht an die Abrechnungszentren übermitteln wurden. Diese Zahl kann die gematik automatisch erfassen. Die Abrechnungszentren melden uns ihre Zahlen zeitlich versetzt. Man kann davon ausgehen, dass die im TI-Dashboard angezeigten E-Rezepte nach vier bis acht Wochen abgerechnet sind.

Gibt es bereits Erfahrungen von Versicherten mit dem Handling der App?

Wir haben Nutzerfeedback erhalten und daraufhin verschiedene Funktionen in der App verbessert. So wurde beispielsweise die Anzeige des Status eines E-Rezepts verbessert. Auch den Anmeldeprozess in der App mit der Gesundheitskarte haben wir durch umfangreiche Hilfestellungen vereinfacht.

Stand: 11.04.2022

Wählen die Versicherten selbst die Apotheke aus, in der sie ihr E-Rezept einlösen wollen oder gibt die ausstellende Praxis eine Apotheke vor? Können E-Rezepte auch in Online-Apotheken eingelöst werden?

Es gilt wie beim Papierrezept bisher auch freie Apothekenwahl. Das Apothekengesetz hat einige wenige Ausnahmen definiert, diese werden aber erst in weiteren Ausbaustufen berücksichtigt. Danach darf eine Arztpraxis z. B. Verordnungen von Zytostatika via KIM einer Wunschapotheke zuweisen. Alle Apotheken, die dem Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung nach § 129 beigetreten sind, dürfen E-Rezepte einlösen, d. h. auch Online- bzw. Versandapotheken.

 

Welche Vorteile können Pflegeeinrichtungen ab dem 01.01.2022 in der Rezeptlogistik erwarten?

Mit dem E-Rezept entfällt das rosa Rezeptformular Muster 16. Das E-Rezept kann auch elektronisch übermittelt werden, selbst der Ausdruck. Das erspart Wege, Post und Papier. Mit Einführung der Mehrfachverordnungen wird weitere Entlastung in der Rezeptlogistik ermöglicht ab voraussichtlich Mitte 2022. Dann können auf ein Rezept bis zu 3 gleichartige Folgeverordnungen erstellt werden. Die Gültigkeiten liegen zwar in der Zukunft, der Ausdruck wird aber mitgegeben und es braucht keinen erneuten Arztkontakt.

Welche Vorteile sehen Sie für Pflegedienste durch die Einführung des E-Rezeptes ab dem 01.01.2022?

Das Papierrezept wird nicht mehr die einzige Möglichkeit sein ein Rezept in die Apotheke zu bringen. Patienten können es auch digital weiterleiten. Das kann Wege ersparen.

Benötigen angestellte Apothekerinnen und Apotheker einen Heilberufsausweis? Oder reicht der Heilberufsausweis der Inhaberin/des Inhabers, auch wenn es dort mehrere Apothekerinnen und Apotheker gibt?

Grundsätzlich reicht es aus, wenn der/die Apothekeninhaber/-in einen Heilberufsausweis hat. In den Fällen, in denen laut Rahmenvertrag eine qualifizierte elektronische Signatur notwendig ist, müsste dann aber stets der/die Inhaber/-in per Heilberufsausweis signieren. Aus Gründen der Praktikabilität empfiehlt der DAV daher, auch die angestellten Apothekerinnen und Apotheker mit einem Heilberufsausweis auszustatten. Die Finanzierungsvereinbarung dazu finden Sie unter: www.dav-notdienstfonds.de/ti-themen/erstattungen/erlaeuterungen-ti-erstattungspauschalen/erlaeuterungen-gesamt/  (Quelle: DAV, Stand: 15.06.21)

Brauchen Vertretungsärztinnen und -ärzte einen eigenen Heilberufsausweis?

Ja. Das gilt für jede Person, die Anwendungen in der Telematikinfrastruktur nutzen will, für die ein Heilberufsausweis erforderlich ist. Dazu gehören zum Beispiel das qualifizierte Signieren von E-Rezepten, die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und E-Arztbriefe.

Meine Apotheke hat mehrere Filialen. Brauche ich für jede Filiale einen Heilberufsausweis?

Nein. Der Heilberufsausweis ist an die Person des Apothekers/der Apothekerin gebunden und nicht an die Institution Apotheke.

Brauche ich als PTA einen Heilberufsausweis, um Rezepte zu beliefern?

Nein, als PTA benötigen Sie keinen Heilberufsausweis.

Braucht jede/-r Ärztin/Arzt einen eigenen Heilberufsausweis, zum Beispiel in einer Gemeinschaftspraxis oder einem Medizinischen Versorgungszentrum?

Ja, jede Ärztin und jeder Arzt, die/der E-Rezepte ausstellen möchte, benötigt einen eigenen Heilberufsausweis. Wenn mehrere Ärztinnen und Ärzte zeitgleich die Komfortsignatur aktivieren möchten, um komfortabel Signaturen zu erstellen, werden ggf. mehrere Kartenterminals benötigt. In ein Kartenterminal können zwei Heilberufsausweise gesteckt werden. Der Heilberufsausweis muss dauerhaft gesteckt bleiben, solange die Komfortsignatur aktiv ist.

Kann der Heilberufsausweis auch im Kartenlesegerät stecken bleiben?

Für die Nutzung der Komfortsignatur ist dies erforderlich. Daher sollte das Kartenterminal für den Heilberufsausweis an einem zugriffsgesicherten oder permanent beaufsichtigten Ort stehen.

Wie wird signiert, wenn der Heilberufsausweis defekt ist oder versehentlich vergessen wurde und daher nicht in der Praxis genutzt werden kann?

In diesen Fällen kommt das Ersatzverfahren zum Einsatz. Sie können also das herkömmliche Muster 16 verwenden.

Brauchen alle Ärztinnen und Ärzte in einer Gemeinschaftspraxis einen Heilberufsausweis und ein dazugehöriges Kartenterminal?

Ja, jede Ärztin und jeder Arzt, die/der E-Rezepte ausstellen möchte, benötigt einen eigenen Heilberufsausweis. Wenn mehrere Ärztinnen und Ärzte zeitgleich die Komfortsignatur aktivieren möchten, um komfortabel Signaturen zu erstellen, werden ggf. mehrere Kartenterminals benötigt. In ein Kartenterminal können zwei Heilberufsausweise gesteckt werden. Der Heilberufsausweis muss dauerhaft gesteckt bleiben, solange die Komfortsignatur aktiv ist.

Wer übernimmt die Kosten des Heilberufsausweises?

Die finanzielle Förderung des Heilberufsausweises ist je nach Berufsgruppe unterschiedlich geregelt. Sie orientiert sich meistens an der Finanzierungsvereinbarung zwischen der jeweiligen Interessenvertretung auf Bundesebene und dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV). Die Heilberufsausweis-Herausgeber und ihre Bundesorganisationen informieren umfassend zu Fragen der Kostenerstattung.

Welche Generation des Heilberufsausweises benötigt man für das E-Rezept?

Um alle Anwendungen der Telematikinfrastruktur nutzen zu können, benötigen Sie einen Heilberufsausweis der Generation 2 oder höher. Dieser kann bei allen von der gematik zugelassenen Kartenanbietern bestellt werden. Für einzelne Anwendungen, wie die qualifizierte elektronische Signatur, ist auch noch die sogenannte Heilberufsausweis-Vorläuferkarte der Generation 0 eingeschränkt einsetzbar, denn sie unterstützt keine Komfortsignatur. ZOD-Karten / Zahnärztliche Vorläuferkarten: mit der KZBV und den herangezogenen Herausgeber-Experten konnten am 1.9.2021 die technischen Attribute identifiziert werden, die eine Rollenprüfung durch den Fachdienst auch hier erlauben. Noch im September 2021 fanden dazu erste Tests statt und die Funktionstüchtigkeit wurde verifiziert. Auffälligkeiten aus Feld oder im Test, so diese noch auftreten, werden im Dialog bewertet.

Was passiert, wenn mein Heilberufsausweis gestohlen wurde?

Sie sollten den Heilberufsausweis dann umgehend sperren lassen, um Missbrauch vorzubeugen. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem Kartenanbieter, wie Sie eine Sperrung beauftragen können.

Kann ich mehrere Exemplare des Heilberufsausweises bestellen für den Fall, dass das Original nicht mehr auffindbar ist?

Jeder Heilberufsausweis ist ein Original. Die meisten Anbieter von Heilberufsausweisen erlauben es, zwei Heilberufsausweise zu beantragen. Sie können dann beide Ausweise gleichberechtigt einsetzen.

Im Krankenhaus geht das E-Rezept der Ambulanzen an die Krankenhausapotheke. Wie kann hier der Patient, der dem zugestimmt hat, umgangen werden? Sonst müsste die Ambulanz jeden Rezeptcode ausdrucken und der Apotheke schicken.

Das E-Rezept im Krankenhaus deckt zunächst das Entlassrezept sowie Rezepte der Ermächtigungsambulanzen ab. Für Stationsbedarf wird das E-Rezept nicht verwendet. Rezepte, die aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen oder der Einwilligung der Versicherten direkt an die Krankenhausapotheke gesendet werden, werden noch nicht berücksichtigt.

Welche Lösungen für die qualifizierte elektronische Signatur bietet die gematik für Unikliniken mit über 1000 Heilberufsausweisbesitzern? Bleibt hier nur die mehrfache Eingabe der PIN?

Aktuell können wir zwei Varianten für die qualifizierte elektronische Signatur anbieten:

  1. Komfortsignatur mit Heilberufsausweis, der für den Arbeitstag sicher gesteckt ist. Dafür sind auch dezentrale Lösungen möglich, so kann der Heilberufsausweis zum Beispiel im Arztzimmer in ein Kartenlesegerät gesteckt werden. Mit der Komfortsignatur können dann Signaturen an allen Arbeitsplätzen erstellt werden. Die Arbeitsplätze brauchen kein E-Health-Kartenterminal.
  2. Standardsignatur mit Heilberufsausweis mit PIN-Eingabe für jeden Signaturauftrag (Einzel- oder Stapelsignatur)
Sind auch alle Rezepte im Krankenhaus jetzt E-Rezepte?

Die Entlassrezepte in Krankenhäusern müssen seit 2022 als E-Rezept ausgestellt werden. Für die ambulante Behandlung im Krankenhaus sollen auch patientenindividuelle Rezepte, wie Zytostatika, als E-Rezept verordnet werden. Hierzu werden die konkreten Abläufe derzeit noch spezifiziert.

Ist das E-Rezept auch für Krankenhäuser vorgesehen? Muss jede/-r Ärztin/Arzt einen Heilberufsausweis einsetzen oder gibt es einen Instituts-Heilberufsausweis, der zentral gesteckt ist?

Das E-Rezept im Krankenhaus deckt zunächst das Entlassrezept sowie Rezepte der Ermächtigungsambulanzen ab. Der Heilberufsausweis ist personenbezogen. Daher muss jede/-r Ärztin/Arzt einen eigenen Heilberufsausweis einsetzen.

Merkt sich die E-Rezept-App, bei welcher Apotheke zuletzt bestellt wurde? Oder sind immer alle Apotheken gleichwertig gelistet?

Wir planen, diese Funktion sehr bald in die App zu integrieren. Nutzerinnen und Nutzer des E-Rezepts sollen dann die zuletzt beauftragten Apotheken sehen.

Kann ich während des Bestellvorgangs einen Text an die Apotheke schicken?

Diese Funktionalität ist geplant und wird zeitnah umgesetzt.

Wie spielt das E-Rezept mit der E-Patientenakte und dem E-Medikationsplan zusammen? Muss die Ärztin/der Arzt das E-Rezept in die E-Patientenakte schieben?

In einer zukünftigen Ausbaustufe wird es Versicherten möglich sein, die Verordnungs- und Dispensierinformationen aus dem E-Rezept automatisiert in die E-Patientenakte zu übernehmen. Der E-Medikationsplan wird von der Ärztin/vom Arzt im Praxisverwaltungssystem oder von der Apotheke im Warenwirtschaftssystem bearbeitet und derzeit auf der Gesundheitskarte der Versicherten gespeichert. Ab 2023 soll der E-Medikationsplan in einem Online-Fachdienst der Krankenkasse gespeichert werden.

Wird es für Ärzte irgendwann die Möglichkeit geben, mobile Konnektoren mitzuführen, um auch auswärts E-Rezepte zu erstellen (etwa bei der Palliativbetreuung)?

Bei der Weiterentwicklung der Telematikinfrastruktur werden zukünftig auch mobile Einsatzszenarien berücksichtigt.

Gibt es schon Pläne für die Pflege?

Ja, die Verordnung von außerklinischer Intensivpflege und häuslicher Krankenpflege wird 2024 eingeführt.

Wann werden andere Rezepttypen als E-Rezept umgesetzt?

Über die Verwendung des E-Rezepts treffen die Bundesmantelvertragspartner Vereinbarungen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung beschreibt diese unter www.kbv.de/html/erezept.php.

Wird der Datensatz der pharmakoepidemiologischen Forschung zur Verfügung gestellt? Falls ja, welche Informationen werden auswertbar sein?

In einer zukünftigen Ausbaustufe wird es Versicherten möglich sein, die Verordnungs- und Dispensierinformationen aus dem E-Rezept automatisiert in die E-Patientenakte zu übernehmen. Die E-Patientenakte wird eine Anbindung an die Forschung ermöglichen. Weitere Details wurde noch nicht festgelegt.

Ab wann gibt es das E-Rezept auch für Privatversicherte und beihilfeberechtigte Patientinnen und Patienten? Wird hier der Prozess ähnlich ablaufen?

Derzeit werden die Voraussetzungen geschaffen, dass auch Privatversicherte ab dem Jahr 2022 teilnehmen können. 

Werden in der Testphase auch Rezepte für Zytostatikainfusionen erprobt?

Nein, Zytostatika werden erst später verordnet werden können.

Ist die Komfortsignatur Bestandteil der Testphase? Und werden die mit der Signatur verbundenen Änderungen im Praxisablauf ebenfalls in der Testphase betrachtet?

Ja, es wird der gesamte Prozess von der Erstellung bis hin zur Einlösung eines E-Rezepts in der Testphase evaluiert. 

Gibt es eine Absicherung, dass die Versicherten das E-Rezept nicht in mehreren Apotheken einlösen?

Dem E-Rezept liegt ein Statusmodell zugrunde. Demnach kann nur genau eine Apotheke das E-Rezept beliefern.

Sind E-Rezepte fälschungssicher?

E-Rezepte werden von der/dem verordnenden Ärztin/Arzt qualifiziert elektronisch signiert. Die Apotheke überprüft diese Signatur im Rahmen der Abgabe des Medikaments. Zudem sind E-Rezepte nur einmalig einlösbar.

Wie wird die Datensicherheit beim E-Rezept gewährleistet? Und wer kann auf ein E-Rezept zugreifen?

Die E-Rezepte werden von der Arztpraxis verschlüsselt an einen zentralen Dienst übertragen, dort verschlüsselt gespeichert und verarbeitet und wieder verschlüsselt von der Apotheke abgerufen. Damit sind die E-Rezepte vor unbefugtem Zugriff geschützt. Zudem können nur Personen ein E-Rezept abrufen, die im Besitz des Rezeptcodes (E-Rezept-Token) sind. Das können die/der Versicherte selbst, ein Vertreter oder die Apotheke sein. Die/der verordnende Ärztin/Arzt kann ein E-Rezept in begründeten Fällen wieder löschen.

Läuft das E-Rezept nur über die App der gematik oder gibt es mehrere Apps, die das E-Rezept in die Apotheke bringen? Wenn ja, welche?

Die E-Rezept-App der gematik ist die einzige App am Markt, die auf den Fachdienst in der Telematikinfrastruktur zugreifen darf. Also können neue E-Rezepte nur über diese App empfangen werden. Digital empfangene Rezepte können in der E-Rezept-App dann digital über die E-Rezept-App an eine Apotheke zugewiesen werden. In der App der gematik werden alle Apotheken in Deutschland wettbewerbsneutral dargestellt. 
Sollten Patienten einen Ausdruck in der Arztpraxis erhalten, können sie den Rezeptcode, der darauf zu sehen ist, mit anderen Apps abscannen und an eine Apotheke schicken.

Wird es den Heilberufsausweis auch noch für andere Berufsgruppen geben, bspw. für das Pharmaingenieurswesen?

Pharmazieingenieurinnen und -ingenieure sollen auch HBAs erhalten. Derzeit ist noch in Klärung, wer diese ausgeben wird. 

Ist das eRezept der DAK, Techniker Krankenkasse und anderer gesetzlicher Krankenversicherungen kompatibel zum E-Rezept der gematik?

Nein, einzelne Krankenkassen haben eigene E-Rezept-Pilotprojekte, um bereits vor der bundesweiten Einführung des E-Rezepts der gematik Erfahrungen mit dem elektronischen Rezept sammeln zu können. Allerdings basieren diese auf einer anderen Infrastruktur und sind nicht kompatibel. 

Wo finde ich die E-Rezept-App?

Die App "Das E-Rezept" gibt es bereits bei Google Play (Android), in der AppGallery (Android auf Huawei-Geräten) und im App Store von Apple (iOS).

Können auch Privatversicherte ein E-Rezept erhalten?

Die gematik tauscht sich derzeit mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung über eine mögliche Umsetzung aus.

Wie können Rezepturen bzw. patientenindividuelle Zubereitungen (Zytostatika-Anforderungen) an Apotheken übertragen werden?

Für diese speziellen Rezepttypen werden derzeit die Anforderungen in Spezifikationen umgesetzt. Wir rechnen mit einer zeitnahen Veröffentlichung und einer Verfügbarkeit im Feld im Laufe des Jahres 2022. 

Darf eine Ärztin/ein Arzt im Auftrag der/des Versicherten ein E-Rezept direkt an die Apotheke übermitteln?

Gesetzlich zulässige Fälle sind im ApoG §11 aufgeführt. Alles Weitere sind individuelle Vereinbarungen, die juristisch geprüft werden sollten.

Ist die Zuzahlungspflicht im E-Rezept gespeichert? Können Versicherte den Status durch Vorlage des Befreiungsausweises beeinflussen?

Es gelten die Regeln wie beim Papierrezept. Im Anforderungskatalog für Primärsysteme der Ärzte gemäß SGB V §73 für Verordnungssoftware (Anlage 23 BMV-Ärzte) sind hierzu Pflichtangaben hinterlegt. Dass ein Befreiungsausweis vorlag, können Sie in der Apotheke aber auch als zusätzliche Angabe zur Abgabe (Freitext) dokumentieren.

Warum ist das E-Rezept nur 100 Tage verfügbar?

Der Fachdienst E-Rezept ist nicht für eine dauerhafte Speicherung der Medikationsdaten eines Versicherten vorgesehen. Daher wird künftig die Möglichkeit geschaffen, dass Versicherte die Verordnungs- und Dispensierdaten aus den E-Rezepten mit ihrer E-Patientenakte synchronisieren und dort dauerhaft speichern können.

Kann das E-Rezept auf der Gesundheitskarte gespeichert werden?

Zunächst wird die Gesundheitskarte nicht eingesetzt, um E-Rezepte in der Apotheke einzulösen. In einer zukünftigen Ausbaustufe ist aber vorgesehen, einer Apotheke durch das Stecken der Gesundheitskarte den Zugriff auf E-Rezepte der Versicherten zu ermöglichen.

Gibt es auch ein Ersatzverfahren ohne Papierbeleg und ohne App? Zum Beispiel mit der Gesundheitskarte?

Ja, es ist geplant, das E-Rezept auch über die Gesundheitskarte verwenden zu können. Die gematik spezifiziert momentan, wie dieses Verfahren ablaufen wird. Wann diese Lösung im Alltag eingesetzt werden kann, ist derzeit noch nicht klar.

Wird das Ausstellungsdatum auf dem E-Rezept vermerkt?

Ja, der Datensatz beinhaltet das Ausstellungsdatum.

Bekommt man ab sofort nur noch E-Rezepte?

Im ersten Schritt werden Verordnungen für apothekenpflichtige Arzneimittel auf das E-Rezept umgestellt. Das E-Rezept wird dann stufenweise ausgebaut. Als Nächstes werden Rezepte für Betäubungsmittel und T-Rezepte digitalisiert.

Wie lange werden E-Rezepte gespeichert?

E-Rezepte werden 100 Tagen nach der Einlösung automatisch gelöscht (gemäß SGB V §360 Abs. 6). Versicherte können ihr E-Rezept selbst löschen – auch ohne dass das E-Rezept eingelöst wurde. E-Rezepte, die nicht eingelöst wurden, werden automatisch zehn Tage nach Ablauf der Rezeptgültigkeit (Datum der Rezeptausstellung + 92 Kalendertage) gelöscht.

Ich finde meine Apotheke in der E-Rezept-App nicht oder die angegeben Informationen stimmen nicht. Was kann ich tun?

Die öffentlich sichtbaren Daten Ihrer Apotheke in der E-Rezept-App der gematik speisen sich aus zwei verschiedenen Quellen. Zunächst werden die sog. Basisdaten der Apotheke (Name, Anschrift) aus dem Verzeichnisdienst (VZD) der Telematikinfrastruktur bezogen. Zusätzlich kommen weitere sinnvolle bzw. nützliche (Mehrwert)Informationen zu Ihrer Apotheke (Öffnungszeiten, Botendienst ...) aus dem Apothekenportal mein-apothekenportal.de

Bitte überprüfen Sie:

  • Sind Sie bereits an die Telematikinfrastruktur angeschlossen? Besitzen Sie bereits eine SMC-B Karte für Ihre Apotheke?
  • Ist Ihre SMC-B Karte bereits aktiviert?
  • Sind die Mehrwertinformationen zu Ihrer Apotheke durch Sie als Apothekeninhaber/in im Verbändeportal „mein-apothekenportal.de“ korrekt eingepflegt worden? Vor allen Dingen achten Sie auf die richtige Eingabe Ihrer Telematik-ID. Diese ist unerlässliche Voraussetzung für die Identifikation Ihrer Apotheke in der Telematikinfrastruktur. Nach der Einwilligung zur Datenweitergabe an die gematik, werden Ihre Mehrwertdaten in der E-Rezept-App der gematik angezeigt. Beachten Sie hierbei bitte, dass dies erst am Folgetag erfolgt.

Für Ihre Nachfragen stehen Ihnen verschiedene Ansprechpartner zur Verfügung:

  • Fragen rund um Ihre SMC-B Karte beantworten Ihnen Ihre zuständige Landesapothekerkammer sowie der Kartenherausgeber Ihrer SMC-B.

Für Fragen rund um die Mehrwertinformationen Ihrer Apotheke bzw. den Datentransfer in den VZD steht Ihnen das Support-Team des Verbändeportals mein-apothekenportal.de zur Verfügung.

Ausführliche Informationen zum Vorgehen werden vom DAV bereitgestellt: https://www.mein-apothekenportal.de/downloads/apothekensuche_gematik_app.pdf