KIM

Sicherer E-Mail- und Datenaustausch

KIM sorgt für den sicheren Austausch von sensiblen Informationen wie Befunden, Bescheiden, Abrechnungen oder Röntgenbildern über die Telematikinfrastruktur. Ausgedruckte Arztbriefe gehören damit bald der Vergangenheit an.

Wie funktioniert moderne Kommunikation im Medizinwesen?

Nachrichten und Dokumente können künftig schnell, zuverlässig und vor allem sicher per E-Mail – mit oder ohne Anhang – ausgetauscht werden.

Wer kommuniziert mit wem?

KIM verbindet erstmalig Nutzer im Gesundheitswesen über Einrichtungs-, System- und Sektorengrenzen hinweg. Mit KIM können alle TI-Teilnehmer miteinander kommunizieren. Hierzu zählen beispielsweise Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten und Apotheker in medizinischen Einrichtungen wie Praxen, Versorgungszentren, Apotheken und Krankenhäuser. Aber auch die offiziellen Interessensvertretungen der benannten Berufsgruppen, wie KBV/KVen, KZBV/KZVen, GKV-SV/Kassen, ABDA und DKG.

Übergreifende Kommunikation wird damit ganz einfach.

Die Vorteile auf einem Blick

Vertraulichkeit der Nachrichten: Sensible Daten können immer nur von demjenigen gelesen werden, für den sie gedacht sind. Kartenbasierte Verschlüsselung macht ein unberechtigtes Mitlesen nachweislich unmöglich.

Fälschungssicher: Niemand kann KIM-Nachrichten unbemerkt verfälschen und manipulieren. Adressaten erkennen immer, ob sie die E-Mail so erhalten haben, wie sie der Absender auch verschickt hat.

Geprüfte Identität: Empfänger einer Nachricht können immer sicher sein: Wer als Absender draufsteht, ist auch der Absender der Nachricht. Denn die Identitäten der Kommunikationspartner werden vor der Anlage im Adressbuch zweifelsfrei geprüft.

Schnelle Auffindbarkeit: Alle KIM-Teilnehmer sind im zentralen Adressbuch auffindbar. Es entfällt ein umständliches Suchen von E-Mail-Adressen.

Abrechenbarkeit: KIM ist das sichere Übermittlungsverfahren nach § 291b Abs. 1e SGB V und dadurch die Basis für eine mögliche Vergütung.

Die beispielhafte Nutzung

Der Allgemeinmediziner überweist einen Patienten an einen Kardiologen. Nach der Untersuchung möchte der Kardiologe den Befund an seinen überweisenden Kollegen übermitteln.

Schritt 1: Der Kardiologe verfasst einen Arztbrief in seiner Praxissoftware.
Schritt 2: Anschließend wählt der Kardiologe den überweisenden Allgemeinmediziner in seinem Praxisverwaltungssystem bzw. aus dem KIM-Adressbuch als Empfänger aus.
Schritt 3: Die Nachricht mit dem Arztbrief wird sicher an den Allgemeinmediziner versendet.
Schritt 4: Das Praxisverwaltungssystem des Allgemeinmediziners nimmt die Nachricht entgegen.

 

Nachgefragt

Khanh-Tho Duong, Arzt für Allgemein- und Rettungsmedizin

FAQ

Brauche ich in jedem Behandlungszimmer ein Kartenterminal zum signieren mit HBA?

Sofern Dokumente wie z.B. ein eArztbrief oder eine eArbeitsunfähigkeitsbescheinigung in jedem Behandlungszimmer signiert werden sollen, ist es erforderlich, je ein Kartenterminal für die Eingabe der PIN vorzusehen. 

Ich möchte meine Organisation in der Third-Level-Domain der KIM-E-Mailadresse aufnehmen lassen. Wie geht das?

Der KIM-Anbieter muss dazu im Service-Portal von arvato einen Request einstellen und die Domain beantragen.

Wie viele KIM Adressen brauche ich als Praxis?

Grundsätzlich genügt pro Praxis eine Adresse, welche an die SMC-B gekoppelt ist. Man kann aber je nach Bedarf weitere E-Mailadressen einrichten.

Wie viele KIM-Adressen kann ich pro SMC-B verwalten?

Man kann pro SMC-B bis zu 100 E-Mailadressen verwalten.

In welchen Fällen benötige ich ein persönliches KIM-Postfach (gebunden an den HBA)?

Das hängt von den Nutzungsfällen ab. Wenn Informationen ausschließlich für den Arzt verschlüsselt werden sollen und auch nur der Arzt die Informationen entschlüsseln soll, kann ein HBA gebundenes Postfach verwendet werden.

Publikationen

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre

Informationen für Zulassungsnehmer

Informationen zu den Spezifikationen, zum Zulassungsverfahren sowie zu den Zulassungsgebühren finden Sie in unserem Fachportal.

Nutzungshinweise

KIM ermöglicht den Nutzern im Gesundheitswesen vertrauliche Inhalte verschlüsselt per eMail auszutauschen. Das bietet den Vorteil, dass die Inhalte nicht von anderen unbemerkt mitgelesen oder verändert werden können. Die Inhalte von KIM E-Mails können aufgrund der hohen Verschlüsselung erst durch den Empfänger auf schadhafte Inhalte überprüft werden. Daher ist es wichtig, dass die IT-Systeme der Praxen über Schutzvorrichtungen verfügen. Die Empfehlungen dazu werden durch die zuständigen Sektoren ausgesprochen.