Hilfe & Kontakt

Psychotherapeuten

Um medizinische Einrichtungen bei der Anbindung an die Telematikinfrastruktur zu unterstützen, haben wir verschiedene Informationsmaterialien erstellt.

Übersicht der zugelassenen Komponenten und Dienste

Bestellung Ihres Psychotherapeutenausweises
Ihren Psychotherapeutenausweis erhalten Sie bei Ihrer Landespsychotherapeutenkammer erhältlich.


Bestellung Ihres Praxisausweises (SMC-B)
Für die Bestellung Ihres Praxisausweises wenden Sie sich bitte an Ihre Kassenärztliche Vereinigung.

Technische Rückfragen

Bei technischen Fragen zum Zusammenwirken von Karten (eGK, Psychotherapeutenausweis und/oder Praxisausweis), Kartenterminal und Software setzen Sie sich bitte mit Ihrem Dienstleister bzw. Softwareanbieter in Verbindung. Dieser wird Ihre Meldung bearbeiten und zur Klärung ggf. die hierfür notwendigen Hersteller einbeziehen.

Beachten Sie hierzu auch die Informationen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Organisatorische Rückfragen

Bei organisatorischen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Kassenärztliche Vereinigung (KV) bzw. Landespsychotherapeutenkammer (LPK).

FAQ für Psychotherapeuten

Was ist ein »Secure Internet Service«?

Der »Secure Internet Service« (SIS) baut einen sicheren Tunnel (Virtual Private Network – VPN) zum Internet auf. Dieser arbeitet dabei als Firewall, die zusätzlich Viren entfernen und den Zugriff auf unsichere Webseiten blockieren kann. Das erhöht den Schutz der Praxissysteme.

Der Zugang zur Telematikinfrastruktur ist gänzlich unabhängig vom »Secure Internet Service«. Praxen können dieses Angebot nutzen – müssen es aber nicht.

Gibt es räumliche Vorgaben für einen sicheren Standort des Konnektors?

Hinweise über den sicheren Standort des Konnektors können Sie im Handbuch des jeweiligen Gerätes finden.

Die Umgebung muss den Konnektor vor dem physischen Zugriff Unbefugter schützen. Befugt für den Zugriff sind nur der Betreiber (Leistungserbringer) und von ihm autorisierte Personen (Administrator und ggf. medizinisches Personal). Der Schutz durch die Umgebung muss einen Diebstahl des Konnektors oder eine Manipulation am Konnektor erkennbar machen.

Welche Mindestbandbreite braucht der Internetanschluss, um einen Online-Abgleich der Versichertenstammdaten durchzuführen?

Grundsätzlich sollte ein handelsüblicher DSL-Anschluss für den Online-Abgleich der Versichertenstammdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte ausreichen.                        

Bei dessen Erprobung wurde auch die Funktionalität für Festnetzanschlüsse mit geringer Bandbreite (<=1024 kBit/s) untersucht. Die Analyse erbrachte keine signifikanten Unterschiede bei den Bearbeitungszeiten des Online-Abgleichs der Versichertenstammdaten. Zudem lässt sich aus der Bandbreitenanalyse ableiten, dass eine Mobilfunk-Anbindung mit LTE oder UMTS ebenfalls ausreichen sollte. Im Bereich der Mobilfunk-Anbindung mit UMTS ist jedoch mit einer höheren Datenpaketlaufzeit (Latenzzeit) zu rechnen. Daraus kann eine verzögerte Rückmeldung beim Online-Abgleich der Versichertenstammdaten resultieren.

Allgemeiner Hinweis:
Für jede Online-Nutzung im Internet und somit genauso für die Telematikinfrastruktur gilt, dass sich erst durch die Verwendung eines breitbandigen Anschlusses eine (gefühlte) Komfort-Nutzung ergibt.

Ich verwende derzeit das „Sichere Netz der KVen“ (SNK / KV-SafeNet) etwa für die Online-Abrechnung. Kann ich die Dienste des SNK über Telematikinfrastruktur weiter nutzen?

Ja. Die Dienste des „Sicheren Netzes der KVen“ (KV-SafeNet) stehen Ihnen auch über die Telematikinfrastruktur weiterhin zur Verfügung.
Beachten Sie hierzu bitte die Hinweise der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Was passiert beim Online-Abgleich der Versichertenstammdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte?

Beim Online-Abgleich der Versichertenstammdaten wird geprüft, ob die Daten aktuell sind bzw. ob überhaupt ein gültiges Versicherungsverhältnisbesteht. Bei Bedarf werden die Daten aktualisiert.

Genau wie bisher stecken Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten oder deren Angestellte am Empfang die Karte in das Kartenterminal. Es wird eine Verbindung zum Versichertenstammdatendienst der jeweiligen Krankenkasse aufgebaut und quasi „angefragt“, ob ein Aktualisierungsantrag vorliegt. Dabei wird der Versichertenstammdatensatz nicht an die Krankenkasse übertragen. Für das, was nun erfolgt, gibt es mehrere Möglichkeiten:

Fall A: Die Daten sind aktuell. Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten oder deren Angestellte am Empfang erhalten eine entsprechende Meldung sowie einen elektronischen Prüfungsnachweis.

Fall B: Bei der Krankenkasse liegen aktualisierte Stammdaten des Versicherten vor, zum Beispiel eine neue Adresse. Diese Daten werden an die Praxis und auf die Gesundheitskarte übertragen. Die Daten auf der Gesundheitskarte des Versicherten werden entsprechend aktualisiert. Nach erfolgreicher Aktualisierung erhalten Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten oder deren Angestellte am Empfang eine entsprechende Meldung sowie einen elektronischen Prüfungsnachweis. Sie können die aktualisierten Daten, nach einer Anzeige der Differenzen im Primärsystem, direkt in das Praxisverwaltungssystem übernehmen, ohne sie eingeben zu müssen.

Fall C: Die vorliegende elektronische Gesundheitskarte ist kein gültiger Leistungsanspruchsnachweis. In diesem Fall erhalten der Arzt, Zahnarzt, Psychotherapeut oder deren Angestellte am Empfang einen entsprechenden Hinweis.

Ist es Krankenkassen über den Online-Abgleich der Versichertenstammdaten möglich, auf meine Praxis-IT-Systeme zuzugreifen und an Patientendaten zu gelangen?

Nein. Die Krankenkassen hatten bisher keinen Zugriff auf Praxis- oder Krankenhaus-IT-Systeme, und das bleibt auch in Zukunft so. Die Krankenkassen können auch keine Leistungserbringer-Patienten-Profile erstellen, weil die Aktualisierungsanfragen für die Versichertenstammdaten auf der Karte an das System anonymisiert erfolgen.

Das heißt, es werden keine Daten von Versicherten aus der Praxis zu den Krankenkassen gesendet. Zudem erhält die Kasse keinerlei Informationen über die Identität der Praxis.


Ihre Psychotherapeutenpraxis wird an die Telematikinfrastruktur angeschlossen?

Damit am Installationstag alles Notwendige vorliegt und Ihr Praxisbetrieb so wenig wie möglich eingeschränkt wird, haben wir eine Checkliste erarbeitet. Diese soll Sie bei der Vorbereitung unterstützen.

Checkliste Psychotherapeutenpraxis
PDF | 181 KB | 01.12.2017