Gesundheitskarte

Die elektronische Gesundheitskarte

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eine Chipkarte. Sie gilt seit Anfang 2015 als ausschließlicher Versicherungsnachweis, um medizinische Leistungen in Anspruch nehmen zu können, und wird von Ärzten und Zahnärzten zur Abrechnung benötigt.

Seit dem 1. Januar 2019 gelten ausschließlich die elektronischen Gesundheitskarten der zweiten Generation (Aufdruck „G2“ oder „G2.1“). Die Gesundheitskarten der Generation 1plus (eGK G1+) sind nicht mehr gültig.

Die zweite Generation unterstützt neuere kryptographische Verfahren und medizinische Fachanwendungen wie beispielsweise das Notfalldatemanagement oder den E-Medikationsplan, die direkt auf der Karte gespeichert werden.

Erhalten Versicherte von ihrer Krankenkasse eine aktuelle Gesundheitskarte, ist nur noch diese gültig. Deshalb sollte stets nur die zuletzt zugeschickte Gesundheitskarte verwendet werden: www.deine-gesundheitskarte.de

Europäische Krankenversicherungskarte

Auf der Rückseite der Gesundheitskarte ist die europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card – EHIC) abgebildet. Mit der EHIC können Versicherte, die im europäischen Ausland unterwegs sind, schnell und unbürokratisch medizinische Hilfe erhalten.

Die EHIC ist in allen Staaten der Europäischen Union und darüber hinaus in Island, Liechtenstein, Norwegen und in der Schweiz gültig.

FAQ – Häufige Fragen und Antworten

Können alte Gesundheitskarten weiterverwendet werden?

Es sollte stets nur die zuletzt zugeschickte Gesundheitskarte verwendet werden. Erhalten Versicherte von ihrer Krankenkasse eine aktuelle Gesundheitskarte zugeschickt, ist nur noch diese gültig. Ältere Gesundheitskarten können dann nicht mehr verwendet werden, auch unabhängig davon, welches Gültigkeitsdatum auf diesen aufgedruckt ist.

Was passiert, wenn die Gesundheitskarte vergessen wird oder die Karte nicht gültig ist?

Der Versicherte muss innerhalb einer bestimmten Frist nachweisen, dass er versichert ist. In der Regel behandelt der Arzt auch Patienten, die keine Versichertenkarte vorlegen können bzw. deren Karte ungültig ist. Der Arzt kann den Leistungsanspruch des Versicherten nicht prüfen und wird die erbrachten Leistungen unter Umständen privat in Rechnung stellen. Bei der Krankenkasse müsste dann geprüft werden, inwieweit für diese Rechnungen Anspruch auf Kostenerstattung besteht.

Wie sicher ist die Gesundheitskarte?

Die Gesundheitskarte erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards. Es werden in der Telematikinfrastruktur nur solche Anwendungen und Funktionen zur Verfügung stehen, die ihre Sicherheit während des Zulassungsverfahrens bei der gematik unter Beweis gestellt haben. In Zukunft können persönliche medizinische Daten mit der Gesundheitskarte sicher verschlüsselt werden.

Der Versicherte – also der Karteninhaber – entscheidet allein, welche Daten gespeichert oder genutzt werden. Zum Auslesen von medizinischen Daten braucht der Arzt, Zahnarzt oder Apotheker stets die Zustimmung des Patienten.

Welche Daten können auf dem Chip der Gesundheitskarte gespeichert werden?

Auf der elektronischen Gesundheitskarte sind zunächst nur die administrativen Daten wie Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Versichertennummer etc. gespeichert. Zukünftig können auch sogenannte Notfalldaten oder der E-Medikationsplan auf der Gesundheitskarte gespeichert werden – vorausgesetzt, der Versicherte wünscht das.

Wie kann ich die Daten auf meiner Gesundheitskarte einsehen?

Die administrativen Daten zu Ihrer Person verwaltet Ihre Krankenkasse. Die derzeit ausgegebene Gesundheitskarte enthält lediglich diese administrative Daten wie etwa Ihren Namen, Anschrift, Versicherungsstatus etc.. Sie ist Ihnen gegenüber zur Auskunft verpflichtet, welche Daten bei ihr über Sie gespeichert sind und welche Daten auf Ihre Gesundheitskarte abgelegt wurden.

Anders verhält es sich mit den personenbezogenen, medizinischen Daten der Anwendungen. Der Zugriff darf nur in Verbindung mit einem elektronischen Heilberufsausweis erfolgen. Diese gesetzliche Vorgabe dient dazu, die Versicherten davor zu schützen, dass sie zur Offenbarung ihrer Gesundheitsdaten genötigt werden. Diese Schutzfunktion hat zur Folge, dass die Versicherten diese medizinischen Daten nicht selbständig einsehen oder ausdrucken können.

Können die medizinischen Informationen, die auf der Gesundheitskarte gespeichert sind, auch wieder gelöscht werden?

Jeder Versicherte wird seine medizinischen Daten der freiwilligen Anwendungen jederzeit einsehen, ausdrucken, verbergen und löschen lassen können. Dies ergibt sich aus den gesetzlichen Anforderungen zum Datenschutz. Das gilt natürlich auch für die Gesundheitskarte.

Zu welchem Zeitpunkt wird eine PIN für die Gesundheitskarte ausgehändigt?

Das ist von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich geregelt. Versicherte benötigen die PIN erst, wenn sie später einmal eine medizinische Anwendung nutzen wollen wie beispielsweise die Ablage von Notfalldaten auf der Gesundheitskarte. Die – auf freiwilliger Basis – auf der Karte oder in der Telematikinfrastruktur abgelegten Daten können nur gelesen werden, wenn der Versicherte zuvor seine persönliche PIN eingegeben hat. Für die Online-Prüfung und -Aktualisierung der Versichertenstammdaten, bei der Verwendung der Gesundheitskarte als Versicherungsnachweis oder zum Auslesen der Notfalldaten ist keine PIN erforderlich.

Patientenflyer: Sicher vernetzt für Ihre Gesundheit

Um medizinische Daten schnell und sicher zwischen Praxen, Krankenhäusern und Apotheken auszutauschen, wird das deutsche Gesundheitswesen digital vernetzt.

Zusätzliche Informationsmaterialien finden Sie unter Publikationen.

Grafiken der Gesundheitskarte zur redaktionellen Nutzung stehen in unserer Mediathek zum Herunterladen bereit.