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KIM-Standard: Migration von etablierten Lösungen startet

gematik richtet zentrales Anwendungsregister für Sektoren ein.

KIM – Kommunikation im Medizinwesen wird ab Juli 2020 zum sektorenübergreifenden Standard für Übermittlungsverfahren im Gesundheitswesen. Über KIM können nicht nur einfache Nachrichten, sondern auch strukturierte Daten übermittelt werden.

„Wir brauchen eine national einheitliche Kommunikationslösung im Gesundheitswesen. Mit KIM haben wir das technisch definiert und alle bereits etablierten Dienste müssen sich nun an diese Vorgaben anpassen.“, erklärt gematik-Geschäftsführer Dr. med. Markus Leyck Dieken. „Unser Ziel ist, dass sich alle Akteure im Gesundheitswesen austauschen können. Für die Digitalisierung der Medizin ist das ein ganz entscheidender Schritt.“

Damit die Daten sowohl durch sendende als auch empfangende Systeme verarbeitet werden können, bedarf es übergreifender Festlegungen. Die gematik entwickelt dafür ein zentrales Register, in denen die Interoperabilitätsmerkmale der zu übertragenden strukturierten Daten aller Sektoren gelistet werden. Daran können sich Primärsystemhersteller orientieren und von bereits etablierten Kommunikationswegen wie KV-Connect auf KIM migrieren.

Als ersten Schritt werden strukturierte Daten wie der elektronische Arztbrief zu KIM überführt. Elektronische Arztbriefe werden ab 1. Juli 2020 nur noch vergütet, wenn sie über den Kommunikationsdienst übermittelt werden. Die gematik arbeitet deshalb gemeinsam mit kv.digital im niedergelassenen Bereich daran, die bereits bestehenden KV-Connect-Anwendungen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen auf KIM zu migrieren.