| Telematikinfrastruktur

Dokumentenpaket zu medizinischen Anwendungen veröffentlicht

Notfalldaten und Medikationsplan sollen schnellstmöglich auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden können. Die gematik hat deshalb am vergangenen Freitag das Dokumentenpaket 2.1 veröffentlicht. In diesem sind sämtliche Spezifikationen enthalten, die interessierte Industrieunternehmen benötigen, um medizinische Anwendungen entsprechend entwickeln zu können.

Ab Release 2.1 werden nicht mehr einzelne Industrieunternehmen mit einer vorgeschalteten Erprobung beauftragt: Stattdessen entwickeln Industrieunternehmen ihre Produkte – wie beispielsweise Konnektoren – anhand der gematik-Spezifikationen. Anschließend reichen sie diese zur Zulassung ein. Dazu gehört unter anderem ein Nachweis, dass das jeweilige Produkt sicher, interoperabel und funktional ist. Diesen muss das Produkt wie bisher unter anderem im Rahmen technischer Tests im Testlabor der gematik erbringen. Die gematik erteilt daraufhin eine Zulassung, mit der das Industrieunternehmen zunächst in einem eigenverantwortlichen Feldtest die Funktionalität und Interoperabilität in realen Versorgungsumgebungen nachweisen muss. Verlaufen die Tests erfolgreich und wird dies über die erforderlichen Berichte und Ergebnisse belegt, fallen die Einschränkungen der erteilten Zulassung weg. Erst ab diesem Zeitpunkt dürfen die Produkte bundesweit in der Telematikinfrastruktur eingesetzt werden. Die angepassten Zulassungsbedingungen, die dieses Verfahren beschreiben, wird die gematik demnächst veröffentlichen.

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