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Architektur und übergreifende Dokumente

Gesamtarchitektur

Zusammenfassung

Das Dokument Gesamtarchitektur beschreibt die technische Architektur der Telematikinfrastruktur der elektronischen Gesundheitskarte nach §291a SGB V [SGB V]. Zu Grunde gelegt wird ein methodischer Ansatz, der zunächst eine Beschreibung aus logischer Architektursicht erlaubt und diese dann zu einer konkreten physischen Architektur ausbaut.

Das Dokument trifft normative Festlegungen bezüglich der innerhalb der technischen Architektur anzuwendenden Normen und Standards, speziell der unterliegenden Webservice- und Sicherheitsstandards.

Ziel ist eine erweiterbare, modulare, serviceorientierte Architektur, die ‚horizontal’ (d.h. zwischen Tiers) strikt zwischen Service-Consumern, vermittelnder Infrastruktur und Service-Providern trennt und die ‚vertikal’ (d.h. zwischen Layers) generell zwischen anwendungsspe-zifischen und anwendungsübergreifenden Basisservices in den jeweiligen OSI-Schichten unterscheidet und speziell eine Integration von Sicherheitsservices in Anwendungen unnötig macht.

Im Rahmen der Erweiterbarkeit muss die vorgestellte Architektur – nicht in der zunächst vorgesehenen Ausprägung, aber in deren Folgeversionen – eine große Bandbreite von IT-Anwendungen des Gesundheitswesens unterstützen können. Diese Erweiterungen werden jedoch zunächst nur vorbereitet.

Der Umfang der mit dieser Version der Gesamtarchitektur umgesetzten Anforderungen muss die folgenden Aspekte abdecken:

  • Unterstützung des Basis-Rollouts der eGK im Rahmen eines reinen Offline-Szenarios mit Zugriff auf die ohne technische Authentisierung zugänglichen Daten der Karte.
  • Unterstützung der Testmaßnahmen gemäß Rechtsverordnung in der Fassung vom 05.10.2006 (siehe [RVO2006]) für die Abschnitte 1 bis 3 dieser Rechtsverordnung.
  • Erweiterbarkeit der im Rahmen des Basis-Rollout neu beschafften Karten und Geräte hinsichtlich der Verwendbarkeit mit Funktionen aller Abschnitte der Rechtsverordnung (siehe [RVO2006]).

Funktional beschränkt sich die in dieser Version des Dokuments beschriebene konkrete Ausprägung der Architektur auf die offline-Anwendungsfälle des sog. Basis-Rollout (Teil von Release 0) und Release 1 sowie die ersten fachlichen Anwendungen mit zentralen Komponenten in Release 2 (siehe Abschnitt 3.4 zu den Definitionen der Releases).

Aufgrund der Konzeption des Basis-Rollout (siehe [gemeGK_Rollout]), mit dem die elektronische Gesundheitskarte für ein reduziertes Offline-Szenario (Basis-Rollout von Release 0) flächendeckend ausgegeben wird, erfolgten Anpassungen.

Das Dokument trifft nachfolgend normative Festlegungen für Architekturmuster und das logische und das physische Komponentenmodell.

In der logischen Architektur wird das normative Komponentenmodell der Gesamtarchitektur beschrieben. Dazu werden logische Services identifiziert und innerhalb eines Tier-Modells angeordnet. Die einzelnen Services werden mit ihren Schnittstellen beschrieben und deren Zusammenspiel über eine einheitliche Nachrichtenstruktur spezifiziert.

Auf Basis der Sicherheitszonen und des Volumenmodells wird aus der logischen Sicht die physische Architektur abgeleitet.