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Elektronische Gesundheitskarte

Zugangsberechtigung und Datenspeicher

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Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eine Chipkarte (auch als Smartcard bezeichnet). Sie gilt seit Anfang 2015 als ausschließlicher Nachweis des Anspruchs auf Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse und wird vom Leistungserbringer zur Abrechnung benötigt. Auf der eGK des Versicherten sind schon heute die Versichertenstammdaten gespeichert. Ändern sich diese, wird die eGK von der Krankenkasse ausgetauscht.

Künftig wird die Gültigkeit der Karte online geprüft und die Versichertenstammdaten werden ggf. direkt aktualisiert. Darüber hinaus wird der Chip auf der Karte einen durch Verschlüsselung geschützten Container haben, auf dem medizinische Daten gespeichert werden können, wenn der Patient dies wünscht. Hierzu erhält der Patient, wie beim Mobiltelefon, von seiner Krankenkasse eine 6-stellige PIN (Persönliche Identifikationsnummer) und einen 8-stelligen PUK (Personal Unblocking Key, Persönlicher Entsperrungsschlüssel).

Für den Einsatz im Gesundheitswesen muss der Chip ein Prüfverfahren beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik absolvieren, in dem er diese Sicherheitseigenschaften erfolgreich unter Beweis stellt.

Modernste Verschlüsselungstechnologie garantiert Sicherheit

Möchte der Versicherte medizinische Informationen sicher speichern, dann verschlüsselt der Mikroprozessor mithilfe eines mathematischen Verfahrens - einem Verschlüsselungsalgorithmus - jede Information versichertenindividuell. Je länger dieser "Schlüssel" ist - in der aktuellen eGK-Generation beträgt er 2.048 Bit - desto höher ist die Sicherheit. Nur der Versicherte mit seiner Gesundheitskarte und seiner PIN kann diese Informationen wieder entschlüsseln. Damit die gespeicherten Informationen auch langfristig sicher sind, werden die Verschlüsselungsalgorithmen nach einer definierten Laufzeit geändert und an die neuesten Entwicklungen angepasst.

eGK gewährleistet die eindeutige Identifikation

Bevor die Krankenkassen die Gesundheitskarten ausgeben, werden sie für jeden Versicherten individuell "personalisiert". Das bedeutet, dass auf dem Chip elektronische Zertifikate hinterlegt sind, die jeden Versicherten als eindeutigen Besitzer der Karte identifizieren. Sollte eine Gesundheitskarte entwendet werden oder verloren gehen, kann die Krankenkasse des Versicherten diese Zertifikate über die Telematikinfrastruktur sperren, so dass ein Unberechtigter keine Leistung im Gesundheitswesen in Anspruch nehmen kann und Missbrauch ausgeschlossen ist.