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Elektronische Gesundheitskarte und Telematikinfrastruktur

Verpflichtende und freiwillige Anwendungen

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) und die Telematikinfrastruktur bieten Versicherten und Leistungserbringern verschiedene Anwendungen. Diese lassen sich in Pflichtanwendungen und freiwillige Anwendungen gemäß §291a SGB V unterscheiden. Zuletzt hat der Gesetzgeber die Vorgaben im E-Health-Gesetz, das Ende 2015 in Kraft getreten ist, aktualisiert.

Die Pflichtanwendungen sind für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen verbindlich. Dazu zählen die Übermittlung der Versichertenstammdaten mit der elektronischen Gesundheitskarte, das elektronische Empfangen und Einlösen einer Verordnung (eVerordnung) mit der eGK sowie die Verwendung der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) auf der Rückseite der Gesundheitskarte.

Über die Nutzung der freiwilligen Anwendungen entscheiden Versicherte ganz allein. Nur mit ihrer Zustimmung können beispielsweise Notfalldaten auf der Karte hinterlegt oder eine versichertenbezogene Arzneimitteldokumentation angelegt werden.

Zu den freiwilligen Anwendungen nach SGB V §291a gehören:

  • Daten für die Notfallversorgung (Notfalldaten)
  • Elektronischer Arztbrief (eArztbrief)
  • Daten zur Prüfung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) und E-Medikationsplan
  • Elektronische Patientenakte (ePatientenakte)
  • Elektronisches Patientenfach (ePatientenfach)